Auktion Hargesheimer & Günther
Auktion vom Freitag 11 Dezember 2009
Important Icons Collection
Paintings and Graphics Arts
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Hargesheimer & Günther - Düsseldorf
Resultate der Auktion ohne Aufgeld
Lot 18 : TRIPTYCHON
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TRIPTYCHON
Aus drei Laubholz-Tafeln zusammengehöriges Bildensemble.
Tempera auf Kreidegrund. Mitteltafel mit altarartigem, spitzbogenförmigem und profiliertem Abschluss. Im vertieftem Bildfeld vor blauem, himmlischen Hintergrund Darstellung der Gottesmutter ‚Hodegetria'. Sie hält den Christusknaben in ihrem linken Arm, mit der rechten Hand weist sie auf ihn. Dieser hat die Rechte im Segensgestus erhoben, in der Linken hält er eine Schriftrolle als Zeichen des menschgewordenen Logos. Der linke Flügel zeigt den Erzengel Michael (oben). Er hält das Schwert in seiner Rechten sowie das Christusmonogramm in seiner linken Hand. Darunter zwei Heilige (ungedeutet). Den unteren Bildteil nimmt der Heilige Georg, der Drachentöter ein. Auf dem rechten Flügel ist oben der Erzengel Gabriel dargestellt, darunter zwei Heilige (ungedeutet). Im unteren Bildfeld erscheint der Heilige Demetrius von Saloniki. Min. rest., unten Mitte leichte Brandspuren, verso alte griechische Widmungsinschrift (ungedeutet) sowie mit dem gemaltem byzantinischen Kreuz und der Abkürzung für ‚Jesus Christus'. 30,5 cm x 40,5 cm (im offenen Zustand).
Griechenland, ländlicher Raum, um 1800.
Ein „Triptychon" (griechisch Triptychos = dreifach) ist ein aus einer Mitteltafel und zwei schwenkbaren Seitentafeln bestehendes Bildensemble. Ikonentriptycha kommen schon vor der Jahrtausendwende im byzantinischen Raum vor und erfreuten sich später vor allem während der Hochblüte des kretischen Stils großer Beliebtheit (Damaskinos, Klotzas).
Durch die postbyzantinische Kunst wurden diese dreiteiligen Ikonenaltärchen auch bei den Bauernmalern des Balkans bekannt. Bei den Balkanmalern ist das Mittelstück fast immer für die Darstellung der Gottesmutter bestimmt, während auf den Flügeln meist Heilige abgebildet sind. Die Triptycha dienten in der Regel der Andacht zu Hause und besonders auf Reisen, da unterwegs die Bildflächen im zugeklappten Zustand geschützt waren; die Triptycha waren nicht für einen eigentlich liturgischen Zweck gedacht und eigneten sich nicht für lange Reisen, wofür Metall-Ikonen nützlicher waren.





