Vente Jeschke - van Vliet - Kunstauktionen GmbH
Vente aux enchères du Samedi 3 juillet 2010
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Jeschke - van Vliet - Kunstauktionen GmbH - 10117 Berlin, Allemagne
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Lot 1 : Alcuin - Opera post primam editione ...
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Alcuin
Opera post primam editione ... de nova collecta, multis locis emendata, et opusculia primum repertis plurimum aucta, variisque modis illustrata. Cura ac studio Frobenii ... 2 Bde. Mit gestoch. Porträt, 1 gestoch. Tafel u. 7 gestoch. Kopfvignetten. Regensburg, J.M. Englerth in St. Emmeran, 1777. 8 nn. Bll., LXXXVI S., 5 nn. Bll., 1005 S.; 2 nn. Bll., 672 S. Folio. Blindgeprägte Schweinslederbände über Holzdeckeln mit hs. RBeschriftung (etw fleckig, Schließen erneuert, einige kleine Wurmlöcher).
Ebert I, 361 - Graesse I, 64 - Engelmann II, 41 - ADB I, 343ff. - Die erste in Deutschland erschienene und gleichzeitig maßgebliche Ausgabe der Werke Alkuins (Albinus) wurde vom Fürstabt von St. Emmeran Frobenius Forster veranstaltet. Über zwei Jahrzehnte sammelte und sichtete er Materialien, korrespondierte mit Fachleuten und Institutionen in Spanien, England und Italien, und als sein Monumentalwerk 1777 schließlich gedruckt war, hatte es durch seine Akkuratesse nicht nur die erste Werkausgabe von André du Chesne, Paris 1617 mit ihren Auslassungen und Ungenauigkeiten überflüssig gemacht (Ebert), sondern eine derart verläßliche Edition geschaffen, daß sie fast 75 Jahre später ohne größere Korrekturen und Zusätze von Migne in Patrologiae cursus complectus übernommen wurde. Alcuin (730-804), aus der berühmten Schule von York hervorgeggangen und an den Hof Karls des Großen gerufen, gilt in seiner großen Gelehrsamkeit als die bedeutendste Persönlichkeit der Karolingischen Renaissance. Als Leiter der Abtei St. Martin in Tours bildete er die besten Köpfe der frühen Karolingerzeit aus. - Zur Provenienz: gestoch. Exlibris der Bibliothek Ecclesiae Collegiatae Lateranensis ad S. Nicolaum und das Besitzzeichen des Kollegs der Oxforder Akademie. Der für die Zeit ungewöhnliche Einband spricht für die Annahme, daß die Bände nicht nur in St. Emmeram, zu dessen Gönnern Karl der Große zählte, im Kloster gedruckt, sondern auch gebunden wurden. - Wenige Wurmgänge, wohlerhaltenes sauberes Exemplar. - Seit 1950 nicht im JBdA.





