Vente Hargesheimer & Günther
Vente aux enchères du Vendredi 11 décembre 2009
Importante Collection d'Icônes
Peintures & Arts Graphiques
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Hargesheimer & Günther - Düsseldorf
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Lot 14 : EVANGELIST JOHANNES
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EVANGELIST JOHANNES
Massives und schweres Hartholz-Einzelbrett mit zwei aufgenagelten Rückseitensponki (verloren).
Eitempera auf Kreidegrund, Hintergrund vergoldet, Nimbus punziert. Die Ikone zeigt den Heiligen nach byzantinischer Manier als bärtigen Greis halbfigurig beim Schreiben des Evangeliums. Kennzeichnend in seinem markanten Gesicht sind die hohe Stirn und seine wachen aufmerksamen Augen. Auf dem vergoldeten Hintergrund oben steht der abgekürzte kirchenslawische Titulus ‚Hl. Johannes'. Min. rest., 63 cm x 42,5 cm.
Griechenland (Zypern), Ende 17. Jahrhundert.
Die Ikone hatte einst ihren Platz in der Ikonostasen-Wand einer orthodoxen Kirche. Sie befindet sich im guten Erhaltungszustand.
Der Hl. Johannes ist der Bruder des Jakobus d. Älteren und Sohn des Zebedäus und der Salome. Vor seiner Berufung war er Fischer am See Genezareth und Berufsgenosse von Simon Petrus und Andreas. Mit Petrus und Jakobus gehörte er zu den Vorzugsjüngern Jesu. Paulus nennt diese drei die ‚Säulen der Kirche'. Johannes scheint mit Petrus eine besondere Freundschaft verbunden zu haben.
Nach altkirchlicher Tradition kam Johannes nach Ephesus und leitete die dortige Kirche. Unter Kaiser Domitian (81-96) wurde er auf die Insel Patmos verbannt, wo er die Apokalypse schrieb. Nach dem Tod des Kaisers kehrte er nach Ephesus zurück und verfasste sein Evangelium. Er starb wahrscheinlich um 100/101 in sehr hohem Alter.
Die Verehrung des Apostels spiegelt sich auch in den Legenden wider. Die bekannteste ist die seines Martyriums: Vor seiner Verbannung nach Patmos wurde er von kaiserlichen Beamten nach Rom gebracht und dort zum Tode verurteilt. An einem öffentlichen Platz warf man ihn in einen Kessel mit siedendem Öl, aus dem er jedoch wunderbarerweise unversehrt hervorging. Eine andere Legende ist die vom Giftbecher: Als Johannes einmal in Kleinasien predigte, trat der heidnische Priester Aristodemus heran und versprach an den Christengott zu glauben, wenn er, Johannes, bereit sei, einen Giftbecher leer zu trinken. Zwei verurteilte Mörder ließ er zur Probe davon trinken und sie starben auf der Stelle. Johannes segnete den Becher mit dem Kreuzzeichen und trank in leer, blieb aber völlig gesund. Der heidnische Priester glaubte aber erst, als Johannes die beiden Toten wieder zum Leben erweckte.
Sein Festtag ist der 27. Dezember. Er gilt als Patron der Beamten, Bildhauer, Buchbinder, Buchdrucker, Buchhändler, Glaser, Graveure, Kerzenzieher, Korbmacher, Lithographen, Maler, Metzger, Notare, Papiererzeuger, Sattler, Schreiber, Schriftsteller, Spiegelmacher, Weingärtner. Die Darstellung des Heiligen erfolgt häufig mit dem Attribut des Adlers oder er selbst wird in der Symbolgestalt des Adlers wiedergegeben; gerne wird er als Greis mit dem Federkiel schreibend und die himmlischen Visionen (Apokalypse) schauend gemalt, oder mit einem Becher, aus dem sich eine Schlange herauswindet oder mit einem Kessel voll siedenden Öls.





