Vente Hargesheimer & Günther
Vente aux enchères du Vendredi 11 décembre 2009
Importante Collection d'Icônes
Peintures & Arts Graphiques
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Hargesheimer & Günther - Düsseldorf
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Lot 16 : GOTTESMUTTER ‚NICHT VERWELKENDE BLUME'
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GOTTESMUTTER ‚NICHT VERWELKENDE BLUME'
Hartholz-Einzelbrett mit zwei aufgenagelten Rückseitensponki (verloren).
Tempera auf Kreidegrund, Nimben vergoldet, Gewandung mit Golddispersion, Konturritzung. Vor hellblauem Hintergrund ist die Gottesmutter halbfigurig wiedergegeben. Sie hält in ihrem linken Arm den stehenden Christusknaben. Maria und Christus sind bekrönt und tragen kostbare, mit Perlen und Edelsteinen geschmückte Gewänder. Die Gewandung Christi ähnelt der eines byzantinischen Kaisers. Seine Attribute Zepter und Reichsapfel hält er in beiden Händen. Die Muttergottes hält in ihrer rechten Hand eine Rose sowie gleichfalls das Zepter, das ein Spruchband umwindet. Ihr rotes Maphorion ist reich mit goldenen Blumen verziert, die goldene Gewandbordüre ist mit Perlen und Edelsteinen besetzt. Links und rechts des Hauptes Marias erscheinen in den Bildecken zwei Engel, welche die Krone der Muttergottes und jeweils eine geöffnete Schriftrolle halten. Verso mit dem Pinsel aufgetragene alte Inschrift (ungedeutet). Am rechten Bildrand alter Brandschaden mit kurzem angefügtem Stück, rest., 48 cm x 34 cm.
Griechenland, 18. Jh.
Die Kalender- und Legendensammlungen der orthodoxen Kirche nennen mehr als 200 wundertätige Marienikonen. Die Benennung von den verschiedenen Typen von Marienbildern ist sehr unterschiedlich. (Kasan, Wladimir, Iwerskaja oder Tichwin (nach ihrer Herkunft), Ticherousa (Dreihändige: äußere Form), Pokrow (Schleier: Wunder)). Die Verehrung der Gottesmutter ist ein wesenhaftes Element altchristlicher Frömmigkeit. Sie nimmt eine einmalige Stellung im göttlichen Heilsplan ein, denn nur durch ihre Erwählung konnte die Menschwerdung Christi Wirklichkeit werden.
Das Epitheton „Die nicht verwelkende Blume" findet sich zuerst bei Joseph den Hymnographen (gest. 833): ‚Freue Dich, nicht verwelkende, wohlriechende Blume [....]'. Die frühesten ikonographischen Beispiele stammen vom Berg Athos und reichen bis ins 17. Jh. zurück. Sie waren in Griechenland und auf dem Balkan sehr populär. In Russland jedoch wurden sie erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts bekannt. Die erste, heute verschollene Ikone stammt aus dem Moskauer Alekseevskij Frauenkloster und datiert in das Jahr 1757.





