Vente Hargesheimer & Günther
Vente aux enchères du Vendredi 11 décembre 2009
Importante Collection d'Icônes
Peintures & Arts Graphiques
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Hargesheimer & Günther - Düsseldorf
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Lot 29 : HEILIGER GEORG DER DRACHENTÖTER
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HEILIGER GEORG DER DRACHENTÖTER
Schwere Hartholz-Einzeltafel mit zwei aufgenagelten Rückseitensponki.
Tempera auf Kreidegrund. Gewandung und Zaumzeug des Pferdes teilweise mit Golddispersion. Hintergrund partiell vergoldet. Ganzfigurendarstellung des auf dem Pferde reitenden Heiligen Georg. Mit der Lanze erlegt er den Drachen zu seinen Füßen. Am oberen Bildrand mit griechischem Titulus. Min. rest., 38 cm x 30 cm.
Griechenland, 19. Jh.
Die Legende besagt, dass in einem See vor der Stadt Silena in Libya ein Drache lebte. Täglich mussten ihm zwei Schafe geopfert werden. Nachdem der Vorrat an Schafen zu Ende gegangen war, wurde ein Mensch als neues Opfer bestimmt. Eines Tages fiel das Los auf die Tochter des Königs. Nach einem herzzerreißenden Abschied von den Eltern ging die Königstochter zum See hinaus. Da erschien Georg und bohrt dem Untier die Lanze in die Kehle. Er ließ die halbtote Bestie von der Königstochter in die Stadt bringen. Beeindruckt von dem Mut und dem Glauben Georgs ließen die Einwohner sich mitsamt ihrem König taufen und Georg tötete den Drachen endgültig. Das Vorbild hierfür ist wahrscheinlich der Kampf Michaels mit dem Drachen in der Geheimen Offenbarung.
Die Gestalt des Heiligen Georg ist von Legenden umgeben. Lediglich seine schon früh einsetzende kultische Verehrung verweist auf sein Martyrium und seine historische Herkunft. Er stammte angeblich aus Kappadokien (östl. Türkei), sein Vater war persischer, seine Mutter kappadokischer Herkunft. Georg diente als hoher Offizier im Heeresdienst des römischen Kaisers. Als Anhänger Christi übte er Nächstenliebe an den Armen. Als er sich weigerte, den Göttern ein Opfer darzubringen wurde er eingekerkert und musste ein schreckliches Martyrium erleiden. Christus soll ihm im Kerker erschienen sein und ihm ein siebenjähriges Leiden vorausgesagt haben. Dreimal werde er sterben und dreimal wieder auferstehen. So wurde er auf das Rad geflochten, 60 Nägel wurden ihm in den Kopf getrieben und letztendlich wurde er mit Pferden gevierteilt. Georg stirbt als Bekenner Christi im Jahre 303. In Griechenland zählt Georg zu den großen Soldatenheiligen und wird als Großmärtyrer verehrt. Im Abendland erlebte seine Verehrung erst im Mittelalter ihren Höhepunkt. Noch vor dem 12. Jh. wurden ihm viele Kirchen geweiht, wie in Prag, Limburg und Bamberg. Georg wurde der Schirmherr der Ritter, insbesondere der Kreuzfahrer und Deutsch Ordensritter. In Novgorod wurden die Kirchenspiele nach ihm benannt, sein Bild wurde Staatswappen und in Moskau auf Münzen geprägt. Das Land zwischen großem und kleinem Kaukasus wurde nach ihm ‚Georgien' benannt. In Italien stellte die Republik Genua die Staatsbank unter seinen Schutz. Sein Festtag ist der 23. April. Er zählt zu den 14 Nothelfern und ist Patron der Bauern, der Gefangenen, der Reiter, der Pferde und des Viehs.





