Vente Hargesheimer & Günther
Vente aux enchères du Samedi 16 janvier 2010
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Hargesheimer & Günther - Düsseldorf
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Lot 70 : DESMARÉES, GEORGE
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DESMARÉES, GEORGE
1697 Gimo/ Schweden - München 1776 (zugesch.)
Maria Lactans
Öl auf Leinwandt (doubl.), 83,5 cm x 63,5 cm, Craquelé, min. besch. und rest., Rahmen.
George Desmarées (oder des Marées) differenzierte sich in seinem Kolorit schon am Anfang seiner Laufbahn von seinen schwedischen Kollegen. Die französischen Wurzeln des Künstlers scheinen ihm die zarte Farbgebung diktiert zu haben. Als Portraitmaler der schwedischen Aristokratie sind seine Werke von einem konventionellen Stil gekennzeichnet. 1724 verließ er Schweden und reiste nach Amsterdam und Nürnberg, wo er auch die Zeichnungsakademie unter der Leitung von Johannes Daniel Preißler besuchte. Die nächsten drei Jahre verbrachte Desmarées in Venedig und ließ sich von der italienischen Helldunkelmalerei beeinflussen, bevor er wieder in den deutschssprachigen Raum zurückkehrte. 1730 wurde er nach München berufen um einige Werke für den Kurfürsten Karl Albrecht zu malen. Kurz danach erhielt er den Titel des kurfürstlichen Malers und zahlreiche Aufträge vom deutschen Adel. Die Bedeutendsten bekam Desmarées vom Fürstbischof Clemens August von Köln, für den er in den Jahren 1745/49 und 1752/54 in Bonn arbeitete. In dieser Schaffensperiode ist der Einfluss des französichen Rokoko eindeutig. Seine Pallete verließ die starken Farbkontraste und öffnete sich einem hellen und ätherischen Kolorit. Seine Farbgebung ist auch das stärkste Merkmal seiner Kunst sowie die eklektische Figurenkomposition seiner Portraits.





