Sale Hargesheimer & Günther
Sale on Friday, 11th of december 2009
Important Icons Collection
Paintings and Graphics Arts
All sales of Hargesheimer & Günther
Hargesheimer & Günther - Düsseldorf
Lots results without buyer premium
Lot 11 : CHRISTUS PANTOKRATOR (ALLHERRSCHER)
Add to selection
Send this lot to a friend
Share this lot on Facebook
CHRISTUS PANTOKRATOR (ALLHERRSCHER)
Massives und schweres Laubholz-Einzelbrett.
Tempera auf Kreidegrund, Hintergrund vergoldet. Konturritzung. Von roter Bordüre gerahmte halbfigurige Darstellung des frontal und statuarisch dem Betrachter zugewandten Christus, der in seiner linken Hand das geschlossene Evangelium präsentiert und die rechte im Segensgestus erhoben hat. Das Rot seines Untergewandes (Chiton) wird als Hinweis auf das Blutopfer Christi und damit auf seine irdische Wesenheit verstanden, während das Blau des Überwurfes (Chimation) auf die göttliche Natur Christi hinweist. Am oberen Bildrand mit griechischer Inschrift ‚IC XC' in Rot für Jesus Christus. Am Halsansatz links und rechts mit griechischer Inschrift ‚Pantokrator'. Besch., unterer Bildrand mit vollständigem Farbverlust bis zur Holzplatte, rest., 55 cm x 39 cm.
Griechenland, um 1600.
Christus Pantokrator Darstellungen sind seit dem 4. Jahrhundert auf Fresken und Mosaiken nachweisbar. Der Titel geht auf die Bezeichnung Gottes in der Septuaginta des griechischen Alten Testamentes zurück, wird aber bereits in der Apokalypse des Johannes christologisch verstanden: ‚Ich bin das A und O, der Anfang und das Ende, spricht Gott der Herr, der da ist und da war und da kommt, der Allmächtige' nur als ein Beispiel aus der Heiligen Schrift.
Die verschiedenen Christus-Darstellungen haben sich aus dem Typ ‚nicht von Menschenhand gemalt' entwickelt. Das Urbild Christi ist das Mandylion. Es beruht auf der Legende des Tuches von Edessa, in das Christus sein Antlitz drückte und es an den kranken Fürsten Abgar sandte, um ihn zu heilen. Die nach diesem Abdruck gemalte Ikone, die etwa im 6. Jahrhundert entstand und im Jahre 944 nach Konstantinopel überführt wurde, ist Urbild für alle Darstellungen Christi. Aus ihr leitet man die Gewissheit der portraithaften Ähnlichkeit aller Christus-Ikonen mit dem Menschensohn ab.





