Sale Hargesheimer & Günther
Sale on Friday, 10th of september 2010
Importants Icons
Paintings and Graphics Arts
All sales of Hargesheimer & Günther
Hargesheimer & Günther - Düsseldorf
Lots results without buyer premium
Lot 27 : MARIAE VERKÜNDIGUNG - Laubholz(?)
Add to selection
Send this lot to a friend
Share this lot on Facebook
MARIAE VERKÜNDIGUNG
Laubholz(?)-Brett mit zwei gegenständigen Rückseitensponki, verso mit Samtstoff bezogen. Tempera auf Kreidegrund. Himmelsgrund und Nimben mit Resten alter Vergoldung, Gewänder partiell mit Golddispersion bemalt, Kovtscheg. Das vertiefte Bildfeld wird von einem fein gravierten, vergoldeten Silberbasma mit vegetabilem Dekor gerahmt. Vor bildparallel verlaufender architektonischer Hintergrundkulisse mit offenen Arkaden und turmartigem, oberen Abschluss wird das Verkündigungsthema wiedergegeben. Links steht hoch aufgerichtet der Erzengel Gabriel. Seine rechte Hand ist segnend erhoben. In seiner Linken hält er den Botenstab. Die Gottesmutter steht auf einem Ambon in demütiger Haltung vor einem prunkvoll verzierten und reich ornamentierten Thron, der mit einem roten Kissen bedeckt ist. Maria hält einen Faden mit einer Spindel in ihren Händen. Als Symbol der Verkündigung gibt der Erzengel Gabriel der Gottesmutter den Auftrag, den irdischen Lebensfaden Christi zu spinnen und seinen Leib zu weben. Am oberen Bildrand segnet in einer Wolkenaureole Christus das Geschehen. Min. Farbaufwölbungen, Vergoldung partiell ergänzt, flächendeckendes Horizontal- und Vertikalcraquelé, min. rest., 31,5 cm x 26 cm. Russland, 17. Jh. Beigefügt undatiertes Gutachten des Ikonensachverständigen Helmut Brenske, Hannover, der die Ikone in die zweite Hälfte des 17. Jh. datiert. Provenienz: Westfälische Privatsammlung. Das Thema der Verkündigung gehört zu den ältesten Themen der christlichen Ikonographie. Man findet es bereits in der Katakombenmalerei. Der Evangelist Lukas beschreibt das Thema in Kapitel I Vers 26-32 des Lukasevangeliums wie folgt: 'Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt Galiläas, mit Namen Nazareth, zu einer Jungfrau, die verlobt war mit einem Manne aus dem Hause Davids, namens Joseph, und der Name der Jungfrau war Maria. Und er trat bei ihr ein und sprach: "Sei gegrüßt Begnadete, der Herr ist mit dir [.] Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade gefunden bei Gott. Siehe, du wirst empfangen und einen Sohn gebären und seinen Namen Jesus nennen. Dieser wird groß sein und sein Sohn des Allerhöchsten genannt werden."





