Lot 271
Antonio Bellucci, 1654 Pieve di Soligo – 1726 ebenda, zugeschrieben
DER HEILIGE SEBASTIAN Öl auf Leinwand. Doubliert. Im Hochoval.
116 x 99 cm.
Ungerahmt.
Der Legende nach war Sebastian Hauptmann der Prätorianergarde am Kaiserlichen Hof unter Diokletian. Als der Kaiser von Sebastians christlichem Glauben erfuhr, ließ er ihn an einen Baum binden und von Bogenschützen erschießen. Er war jedoch nicht tot, sondern wurde von einer Witwe namens Irene gepflegt. In Nahsicht ist das Dreiviertelbildnis des schwer Verwundeten mit freiem Oberkörper zu erkennen, der mit erhobenem Kopf und glänzenden, leicht tränenden Augen zum Himmel schaut. Zu seiner linken Seite die in einem rot-weißen Gewand mit gelbem Tuch gekleidete Irene, die gerade versucht einen Pfeil aus seinem Arm zu ziehen und ihn zu pflegen. Ein weiterer, bereits entfernter Pfeil liegt auf seinem mit Blutspritzern versehenen weißen Lendentuch. Im Hintergrund eine Helferin der Irene, die beim Pflegen der Wunden zuschaut und hilft. Feine qualitätvolle Malerei, wobei die Physiognomie des Heiligen und der fast makellose, leicht muskulöse helle Körper besonders hervorgehoben werden. Vereinzelt rest., teils Retuschen und an den Rändern teils Farbabrieb.
Anmerkung:
Nur wenige Heilige sind in der Kunst so oft dargestellt wie der Märtyrer Sebastian, der meist nackt an einem Baumstamm stehende, von Pfeilen durchbohrte junge Mann. Zu den Künstlern gehören u.a. Pietro Perugino (1445/46-1523), Il Veronese (1528-1588) und Anthonius van Dyck (1599-1641). (1290701) (18)
Antonio Bellucci,
1654 Pieve di Soligo – 1726 ibid., attributed
SAINT SEBASTIANOil on canvas. Relined. In vertical oval.
116 x 99 cm.
Unframed.
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