Lot 5
Bauer, Rudolf (1889 Lindenwald - 1953 Deal/New Jersey)
Pink Circle
1938. Öl auf Leinwand. 130 x 156cm. Signiert unten rechts: R. Bauer. Rückseitig nochmals signiert: Rudolf Bauer. Rahmen.
Rückseitig mit zwei Stempeln auf Keilrahmen versehen: Das Geistreich, R. Bauer. Sowie rückseitig mit Ausstellungsnummer 198 auf Keilrahmen und Leinwand bezeichnet. Weiterhin mit NYCCW 799/1 und #25 bezeichnet.
Provenienz:
Christie's Sale 6148, 15. Mai 1986
Privatsammlung Rheinland
Ausstellung:
Art of Tomorrow, Solomon R. Guggenheim Foundation, 1939, Kat. Nr. 198, Abb. S. 114
Literatur:
Ausst.-Kat. Art of Tomorrow, Solomon R. Guggenheim Foundation, 1939, Kat. Nr. 198, Abb. S. 114
Der Verleger und Schriftsteller Herwald Walden schätzte Rudolf Bauer als Maler der absoluten Form und Farbe. Der Einfluss Kandinskys, den Bauer bewunderte, ist in seinem Werk spürbar. Die beiden Maler lernten sich jedoch erst 1930 über Hilla von Rebay kennen. Die ersten und legendären Ausstellungen der Solomon R. Guggenheim Foundation in New York unter dem Titel Art of Tomorrow waren vom großen Schwung und Optimismus des Sammlers und seiner Beraterin und Gründungsdirektorin der Sammlung, Hilla von Rebay getragen. Im Einleitungstext schreibt sie euphorisch: Eine große Epoche der Kunst wurde durch das Genie begonnen das die Kraft hat, frühere Leistungen zu verbessern und die Prophezeiungskraft große Ideale zu schaffen. Ihr Enthusiasmus bezog sich auf eine Kunst, die sich aus den Strömungen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts aus der Abstraktion heraus in die komplett ungegenständliche Malerei, für die sie den Begriff des Non-Objective Painting prägte, entwickelt hatte. Gezeigt wurden, neben Arbeiten von Kandinsky, Moholy-Nagy, Vordemberge-Gildenwart und Hilla von Rebay selbst, vor allem eine überwältigende Anzahl von Werken Rudolf Bauers. Über ihn schreibt sie: In der Sammlung vertreten ist auch die Entwicklung eines Genies, des größten aller Maler, dem spirituell am weitesten entfalteten Künstler, dessen Einfluss in die Zukunft führt. Rudolf Bauer, dessen jede Non-objective Arbeit ein vollendetes Meisterwerk ist, daß keine Fläche, keine Form, keine Spitze geändert oder fortgenommen werden könnte ohne die perfekte Organisation seines Werkes anzugreifen. Darüber hinaus künden seine Leistungen als herausragender Maler, Schriftsteller, Philosoph und Musiker in Perfektion vom neuen Ideal der Spiritualität. Durch seine selbstlose Unterstützung anderer Non objective Künstler sucht er das notwendige Gegengewicht zu den vielen materialistischen Malern zu schaffen. Seine neusten Arbeiten sind von mysteriösem, kraftvollem Leben erfüllt, das vorher von niemandem in der Malerei erreicht wurde (Ausst.-Kat., Hilla von Rebay, Art of Tomorrow, New York, 1939, S. 4 und 8). Dem Lebenswerk Hilla von Rebays und der Strahlkraft der Ausstellung Art of Tomorrow hat die Deutsche Guggenheim in Zusammenarbeit mit der Villa Stuck, München und dem Schlossmuseum Murnau 2006 eine eigene umfassende Ausstellung gewidmet
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Dessins, aquarelles et pastels
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