Lot 50
Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff (Berlin 1923-2011 bzw. Grötzingen 1921 – lebt in Berlin)
„PEGASOS“. 1980/81
Messing und Zinn, auf schwarz lackierten Holzsockel montiert. 120 x 75 x 95 cm (ohne Sockel) ( 47 ¼ x 29 ½ x 37 ⅜ in. (ohne Sockel) ).
Schwarz 424.–
Unikat. [3519]
Provenienz: Privatsammlung, Hannover
Ausstellung: Matschinsky-Denninghoff. München, Galerie von Laar, 1981 / Matschinsky-Denninghoff, Skulpturen und Zeichnungen 1955-1985. Berlin, Akademie der Künste; Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum; Saarbrücken, Saarland-Museum, 1985, Kat.-Nr. 66, Abb. S. 26 / Matschinsky-Denninghoff. Hannover, Galerie Kö, 1988
Literatur und Abbildung: Vingt Ans de Prix Bourdelle. Paris, Musée Bourdelle, 1981, mit Abbildung
Seit 1955 arbeiteten die Bildhauerin Brigitte Meier-Denninghoff und der gelernte Photograph Martin Matschinsky, die sich am Theater begegnet waren, zusammen. Wenige Jahre später entwickelten sie die spezifische Technik, die ihr gemeinsames Schaffen über Jahrzehnte bestimmen sollte. Ihre Plastiken werden nicht modelliert und gegossen oder aus dem Stein herausgehauen, sondern aus unzähligen Drahtbündeln geschichtet und geformt, verlötet und zur Einheit gefügt. Was mit den Materialien Messing und Zinn begann, wurde später dauerhaft und wetterbeständig aus Chromnickelstahl gebaut. Die frühen Arbeiten haben den technisch perfektionierten des Spätwerks eine fragilere Oberfläche voraus, doch auch das neue Verfahren läßt die Skulpturen altern und eine Patina hervorbringen, die ihren eigenen Reiz besitzt.
„Pegasos“ ist eine Kombination aus Rohr und Fläche. Ersteres wächst aus dem Boden hervor, einmal fast rechtwinklig in den Raum abbiegend, bevor es abrupt endet. Die Fläche schwingt sich empor, verjüngt sich in die Luft. Diese Bahn wirkt wie ein Stück Stoff, eine Standarte, ein langes, schmales Tuch. Johannes Langner nennt das „Antithese des Organischen und des Anorganischen, ein Grundthema des Schaffens der beiden Künstler“, und sieht unter Berücksichtigung des Titels in der Skulptur ein Symbol der Inspiration. (Matschinsky-Denninghoff. Skulptur und Zeichnung 1955-1985, Ausst.-Kat. Akademie der Künste, Berlin 1985, S. 26)
Der traditionellen Erwartung an eine Freiplastik, „von allen Seiten gleich schön“ zu sein, folgt das abstrakte Bildwerk vollkommen. Brigitte Meier-Denninghoff ist durch Antoine Pevsner, bei dem sie gearbeitet hat, mit der dynamischen Form im Raum vertraut geworden, das photographisch geschulte Auge Martin Matschinskys erspürt hinter einer Ansicht auch ihre Varianten von der Seite oder von hinten. Und so ruht die Plastik in sich selbst, erlaubt aber den Gedanken, den sie umspielenden Kräften nachzuspüren und sie mit Assoziationen zu füllen. (EO)
Brigitte and Martin Matschinsky-Denninghoff (Berlin 1923-2011 and Grötzingen 1921 – lives in Berlin)
„PEGASOS“. 1980/81
Brass and tin, mounted on a black lacquered wooden base. 120 x 75 x 95 cm (without base) ( 47 ¼ x 29 ½ x 37 ⅜ in. (without base) ).
Black 424.–
Unique work. [3519]
Provenienz: Private collection, Hanover
Ausstellung: Matschinsky-Denninghoff. Munich, Galerie von Laar, 1981 / Matschinsky-Denninghoff, Skulpturen und Zeichnungen 1955-1985. Berlin, Akademie der Künste; Nuremberg, Germanisches Nationalmuseum; Saarbrücken, Saarland-Museum, 1985, cat. no. 66, ill. p. 26 / Matschinsky-Denninghoff. Hannover, Galerie Kö, 1988
Literatur und Abbildung: Vingt Ans de Prix Bourdelle. Paris, Musée Bourdelle, 1981, with illustration
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Dessins, aquarelles et pastels
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