Lot 26
Christian Rohlfs (Niendorf 1849 – 1938 Hagen)
„ROTE TULPEN IN GELBER VASE“. 1920
Wassertempera auf leicht genarbtem festen Papier. 49,3 x 66,6 cm ( 19 ⅜ x 26 ¼ in.). Unten rechts monogrammiert und datiert: CR 20.
Vogt 1920/82.–
[3504]
Provenienz: Privatsammlung, Deutschland (1922 erworben, seitdem in Familienbesitz)
Als die Berliner Nationalgalerie Christian Rohlfs im Jahr 1919 eine Ausstellung zu seinem 70. Geburtstag widmete, erhielt der Maler endlich die verdiente öffentliche Anerkennung als einer der bedeutenden Vertreter der klassischen Moderne in Deutschland. Erst drei Jahre zuvor hatte Rohlfs begonnen, mit Aquarell und Wassertempera zu arbeiten, einer Technik, die ihm zur Erlangung seiner künstlerischen Ziele am geeignetsten erschien und die Ölmalerei sukzessive in den Hintergrund rücken ließ.
Das Aquarell „Rote Tulpen in gelber Vase“ ist ganz auf dem Dreiklang der Grundfarben Rot, Gelb und Blau aufgebaut, die mit ungebrochener Leuchtkraft auf neutral weißem Grund erscheinen. Die für Rohlfs Temperamalerei so typischen Farbschlieren und mit leichter Hand schwungvoll gesetzten Pinselstriche verleihen seinem Sujet eine unverwechselbare ätherische Leichtigkeit. Selbst kompakte Dinge wie die bauchige Vase erhalten so eine Aura symbolträchtiger Realitätsferne. Die Welt scheint wie entrückt in Stille zu verharren. (AF)
Christian Rohlfs (Niendorf 1849 – 1938 Hagen)
„ROTE TULPEN IN GELBER VASE“. 1920
Water-based tempera on slightly nacreous heavy paper. 49,3 x 66,6 cm ( 19 ⅜ x 26 ¼ in.). Monogrammed and dated lower right: CR 20.
Vogt 1920/82.–
[3504]
Provenienz: Private collection, Germany (acquired in 1922, thence by descent to the present owner)
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Dessins, aquarelles et pastels
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