Lot 213
Edwin Henry Landseer (1802 – London – 1873) „INTRUDING PUPPIES“. 1820 Öl auf Leinwand. Doubliert. 72 x 92 cm ( 28 ? x 36 ¼ in.). Unten rechts monogrammiert: E. L. Graves 52.– Kleiner, restaurierter Einriß links am Rand. [3349] Provenienz: Sir John Leicester, 1st Baron de Tabley, Cheshire (von John Landseer, dem Vater des Künstlers, 1820 erworben, bis 1827) / Edward Merryweather, Esq. / John Christopher Crankien, Konsul der Niederlande in Hull / Mr. Wallis (seit 1853) / R. Johnson (um 1874) / Walter P. Chrysler, Jr., Norfolk/Virginia (gest. 1988) / Privatsammlung, Italien Ausstellung: London, Royal Academy, 1821, Kat.-Nr. 419 / The Works of the late Sir Edwin Landseer, RA. London, Royal Academy, 1874, Kat.-Nr. 204 Literatur und Abbildung: Versteigerungskatalog. London, Christie’s, 7.7.1827, Kat.-Nr. 30 / Versteigerungskatalog. London, Christie’s, 4.6.1853, Kat.-Nr. 69 / Douglas Hall: The Tabley House Papers. In: 38th Volume of the Walpole Society, 1960-62, S. 59-122, hier S. 116, Nr. 42 / Ausstellungskatalog: Sir Edwin Landseer. Philadelphia, Museum of Art, und London, The Tate Gallery, 1981/82, S. 59, Nr. 20 (erwähnt) 1814, mit gerade mal zwölf Jahren, stellt Landseer seine ersten Bilder auf der Royal Academy Summer Exhibition in London aus. Ein Jahr später tritt er den Royal Academy Schools bei, wird bald Vollmitglied der Königlichen Akademie und zu deren Präsidenten gewählt – was Landseer jedoch dankend ablehnt. 1850 schlägt Queen Victoria ihren Hofmaler zum Ritter. Sein Geld verdient Landseer unter anderem mit Portraits von den Hunden reicher Engländer. Später wird sogar eine eigene Hunderasse – der Landseer ist die gefleckte Variante des Neufundländers – nach ihm benannt. Als Künstler ist er den Briten bis heute nicht nur durch die 27 Gemälde bekannt, die die Tate besitzt, sondern auch durch seinen kolossalen Broncelöwen am Fuß der Nelsonstatue auf dem Trafalgar Square in London. Als Landseer die „intruding puppies“ malt, die frechen kleinen Hunde, die von einem bekleideten, zähnefletschenden Äffchen beim Fressen gestört werden, ist er erst 18 Jahre alt. Das Gemälde aus dem Jahr 1820 ist sein erstes Werk, in dem ein Affe auftaucht. Diesem Sujet wird der Künstler neben den Hundebildern einen Großteil seiner frühen Popularität verdanken. Schön früh gelangten Landseers „intruding puppies“ in bedeutende englische Privatsammlungen: zuerst hing das Bild in der Galerie von Sir John Leicester neben Werken berühmter Künstlerkollegen wie Turner, Reynolds und Gainsborough. Später war es im Besitz des niederländischen Konsuls John Christopher Cankrien. Als dessen Sammlung 1853 posthum über Christie’s versteigert wurde, war das Bild bereits so bekannt, daß es als „very celebrated work“ im Katalog hervorgehoben wurde (Auktions-Kat. Christie’s, 4. Juni 1853, Losnr. 69). (AA) Edwin Henry Landseer (1802 – London – 1873) „INTRUDING PUPPIES“. 1820 Oil on canvas. Relined. 72 x 92 cm ( 28 ? x 36 ¼ in.). Monogrammed lower right: E. L. Graves 52.– Small, repaired tear left in the margin. [3349] Provenienz: Sir John Leicester, 1st Baron de Tabley, Cheshire (acquired in 1820 from John Landseer, the father of the artist, until 1827) / Edward Merryweather, Esq. / John Christopher Crankien, Consulate of the Netherlands in Hull / Mr. Wallis (from 1853) / R. Johnson (circa 1874) / Walter P. Chrysler, Jr., Norfolk/Virginia (died 1988) / private collection, Italy Ausstellung: London, Royal Academy, 1821, cat. no. 419 / The Works of the late Sir Edwin Landseer, RA. London, Royal Academy, 1874, cat. no. 204 Literatur und Abbildung: Auction catalogue. London, Christie’s, 7.7.1827, cat. no. 30 / Auction catalogue. London, Christie’s, 4.6.1853, cat. no. 69 / Douglas Hall: The Tabley House Papers. In: 38th Volume of the Walpole Society, 1960-62, p. 59-122, here p. 116, no. 42 / exhibition catalogue: Sir Edwin Landseer. Philadelphia, Museum of Art, und London, The Tate Gallery, 1981/82, p. 59, no. 20 (mentioned)
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Art du XIXème siècle
10719 Berlin - Allemagne
26/11/2014
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