Lot 5059
EMIL NOLDE
1867 Nolde - 1956 Seebüll
'FEUERLILIEN UND GLOCKENBLUMEN'
Aquarell auf Japanpapier. BM 47 cm x 35 cm.
Signiert unten rechts 'Nolde'. Im Passepartout und hinter Glas gerahmt.
Literatur: Aufgeführt und abgebildet in: Ketterer, R.N., Moderne Kunst V, Campione d'Italia (1968), S. 167, Nr. 134.
Provenienz: Privatsammlung Nordrhein-Westfalen.
Emil Nolde zählt zu einem der ersten Künstler, die im frühen 20. Jahrhundert die Aquarellmalerei wiederentdecken. Der schnelle und gleichzeitig kontrastreiche Farbauftrag sowie die improvisierende Leichtigkeit der Kompositionselemente avancieren zum prägenden Ausdrucksmittel dieser Gattung. Zeitlebens ist Nolde von Blumen und Gärten fasziniert. Das hier vorgestellte Aquarell 'Feuerlilen und Glockenblumen' entsteht etwa um 1930, folglich zu einem Zeitpunkt, an dem sich Nolde schon seit längerem in Seebüll aufhält, wo er sich seit 1927 nach eigenen Plänen ein Wohn- und Atelierhaus errichten lässt. Der mit großem Aufwand und Hingabe angelegte Garten vor seinem Haus erweist sich immer wieder als unverzichtbare Quelle der Inspiration für den Künstler und seine Kunst, sodass der Entstehungsort des Aquarells gleichsam in diese Schaffenszeit anzusiedeln ist. Doch nicht nur die Schönheit der Blumen fasziniert Nolde, sondern ebenso bezaubert ihn ihre emotionale Wirkung: "Die blühenden Farben der Blumen und die Reinheit dieser Farben, ich liebte sie. Ich liebte die Blumen in ihrem Schicksal: Emporschießend, blühend, leuchtend, glühend, beglückend, sich neigend, verwelkend, verworfen in der Grube endend."
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Dessins, aquarelles et pastels
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