Lot 145
Geiger, Rupprecht (1908 München 2009)575/69. Acryl auf Leinwand. 1969. 950 x 800 mm. Gerahmt. Verso signiert, datiert, betitelt u. mit Maßangaben versehen. Auf dem Keilrahmen datiert.Dornacher-Geiger 551 - Provenienz: Galerie Krohn, Badenweiler, 1977; Privatsammlung Deutschland; Auktionshaus Christie's 2014; Privatsammlung Rheinland. - Geigers Schaffen konzentriert sich auf die Kraft der Farbe und die Sichtbarmachung ihres autarken Wertes. "Ein Morgenhimmel", schreibt Geiger bereits in seinem Kriegstagebuch, "ist am Horizont, blaugrau und geht nach oben in violett über, dann ganz schnell über gelb u. grün zu stahlblau." Die Faszination für die Farbe behält Geiger im Laufe seiner Karriere als Maler bei. Das Ergebnis ist eine Malerei, in der die Farbe als autonomer und absoluter Wert bildbestimmend wird. In einfachen, archetypischen Formen wie Kreis und Rechteck, setzt Geiger Farben kontrastierend nebeneinander, damit sie so zum "geistigen Licht" wird. Er selbst erklärte: "Alleiniges Thema meiner Malerei ist die Farbe, sie selbst ist das Motiv. [...] In der Modulation einer Farbe von hell nach dunkel kann man die Wandlung ihres Farbwertes an der Dichte der Überlagerung der Materie erkennen. Bei diesem Auftrag des Pigments offenbart Farbe Wesentliches ihres Charakters. In ihr ruhende Kraftreserven werden freigelegt wirksam. Sich ständig verändernde Lichtwellen, gesendet von kleinsten, im Schwebezustand befindlichen Farbpartikeln, treffen unsere Optik, wir werden sinnlich angeregt. So stimuliert fühlt man, daß Farbe eine geistige Kraft ist." (R. Geiger, zit. nach: Jürgen Morschel 1988/1992.) - Vereinzelt kleine Retuschen.
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Dessins, aquarelles et pastels
À propos de la vente
Catalogue
Beaux Arts
10623 Berlin - Allemagne
29/04/2017
Proposé par Dr. Lehr Kunstauktionen GmbH
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