Lot 18
Georg Kolbe (Waldheim/Sachsen 1877 â 1947 Berlin)
âKNIENDEâ. 1926
Bronze mit goldbrauner Patina. Höhe: 54 cm ( 21 Œ in.). Auf der linken FuĂsohle monogrammiert (ligiert): GK. Darunter der GieĂerstempel H.NOACK BERLIN.
Vgl. Berger 87. â Mit einem Gutachten von Dr. Ursel Berger, Berlin, vom 12. Januar 2015.â
Einer von ca. 20 posthumen GĂŒssen. [3151]
Provenienz: Privatsammlung, Baden-WĂŒrttemberg
Zuerst wollte der junge Georg Kolbe Maler werden. Nach ersten Studien und mehreren Auslandsreisen, unter anderem nach Paris und Rom, fĂŒhrten Louis Tuaillon und August Gaul Georg Kolbe zur Bildhauerei. Die frĂŒhen Plastiken Georg Kolbes stehen in akademischer Tradition, zeigen aber auch Elemente des Jugendstils. Strengere Figuren folgen, die mit sparsamen Mitteln gröĂtmöglichen Ausdruck erzielen sollten. Gebrochene Konturen und lebhafte Körpersprache zeigen dann den EinfluĂ des Expressionismus. SpĂ€ter wandte sich Kolbe wieder der griechischen Plastik der Antike, Auguste Rodin und Aristide Maillol zu. Sein ausgesprochenes Interesse fĂŒr den Tanz fĂŒhrte zu einer groĂen Zahl von Tanzdarstellungen. Aber auch in anderen Werken fĂŒhrte Kolbe die Beweglichkeit des Körpers vor.
âMit dieser ,Kniendenâ begann Kolbes reifes Werk. Ihre Ruhe ist nicht mit Entspanntheit gleichzusetzen: Die Arme sind leicht abgespreizt, die HĂ€nde gedreht, der Kopf zur Seite gewendet, die FĂŒĂe berĂŒhren nur mit den Zehen den Boden. Eine innere Spannung scheint die junge Frau zu erfĂŒllen. Ihre Haltung, ihr sensibles Gesicht mit den halbgeschlossenen Augen wie auch die vibrierende OberflĂ€che tragen dazu bei, daĂ die Figur beseelt wirkt. Seit Herbst 1926 waren BronzegĂŒsse der ,Kniendenâ in zahlreichen Ausstellungen zu sehen, zuerst vermutlich auf der Biennale von Venedig 1926. Auffallend ist, daĂ die besinnlichen Frauengestalten aus der Mitte der zwanziger Jahre die gröĂte Resonanz bei Sammlern fanden.â (Ursel Berger, in: Georg Kolbe 1877-1947. Ausst.-Kat. Georg Kolbe Museum Berlin, 1997/98, S. 113-114)
Georg Kolbe (Waldheim, Saxony 1877 â 1947 Berlin)
âKNIENDEâ. 1926
Bronze with golden brown patina. Height: 54 cm ( 21 Œ in.). Monogrammed on the sole of the left foot (joined): GK. Below this the foundry mark H.NOACK BERLIN.
See Berger 87. Accompanied by a certificate by Dr. Ursel Berger, Berlin, dated 12 January 2015.â
One of approx. 20 posthumous casts. [3151]
Provenienz: Private collection, Baden-Wuerttemberg
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Dessins, aquarelles et pastels
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