Lot 656
Gerhard Richter Gerhard Richter Seven two four Colour photograph between plexiglass sheets, laid down on aludibond. (2008). C. 73 x 100 cm. One of 8 “A.P.” copies aside from the edition of 32. Signed on the reverse. Nur drei Jahre liegen zwischen der Entstehung der Edition „Sieben Zwei Vier“ 2008 und dem Unikat in Serie „Strip“ 2011. Unterschiedlicher können Farbkonzepte nicht aufgefasst werden: Einerseits ein verschwommen changierendes Tableau, das dem Betrachter scheinbar etwas Gegenständliches verheimlicht. Auf der anderen Seite eine in feine, streng horizontal gegliederte Streifen geordnete Komposition, in ihrer Präzision an ein naturwissenschaftliches Experiment erinnernd. Und doch haben beide Werke ihren Ursprung in ein und derselben Vorlage, in beiden greift Gerhard Richter zurück auf eines seiner „Abstrakten Bilder“ von 1990. Das Ölgemälde hat die Werkverzeichnisnummer 724, diese Nummer ist titelgebend für die Edition von 2008. Das „Abstrakte Bild“ wurde von Richter unscharf fotografiert und vergrößert, die Vorlage ist somit unkenntlich geworden. Dass es sich um die Aufnahme eines seiner Gemälde handelt, kann man allenfalls noch erahnen. Das Foto täuscht Malerei vor. „Sieben Zwei Vier“ ist charakteristisch für die Auseinandersetzung des Künstlers mit den Medien Malerei und Fotografie. Auf mannigfaltige Weise stellt er diese Frage von Anfang an. Was vermögen Malerei und Fotografie und wo sind die Grenzen dieser Medien. Die Erwartung an eine Fotografie ist zunächst, dass sie ein getreues Abbild der Natur ist, dass sie wahr ist. Richter misstraut dem Medium gründlich und führt uns dies vor. Herausgegeben vom Gerhard Richter Archiv, Dresden. – Sehr guter Zustand. Butin 133 a. Privatsammlung, Rheinland. Gerhard Richter Sieben Zwei Vier Farbige Fotografie zwischen Plexiglas, aufgezogen auf Alu-Dibond. (2008). Ca. 73 x 100 cm. Eines von 8 „A.P“. -Exemplaren außerhalb der Auflage von 32. Verso signiert. Nur drei Jahre liegen zwischen der Entstehung der Edition „Sieben Zwei Vier“ 2008 und dem Unikat in Serie „Strip“ 2011. Unterschiedlicher können Farbkonzepte nicht aufgefasst werden: Einerseits ein verschwommen changierendes Tableau, das dem Betrachter scheinbar etwas Gegenständliches verheimlicht. Auf der anderen Seite eine in feine, streng horizontal gegliederte Streifen geordnete Komposition, in ihrer Präzision an ein naturwissenschaftliches Experiment erinnernd. Und doch haben beide Werke ihren Ursprung in ein und derselben Vorlage, in beiden greift Gerhard Richter zurück auf eines seiner „Abstrakten Bilder“ von 1990. Das Ölgemälde hat die Werkverzeichnisnummer 724, diese Nummer ist titelgebend für die Edition von 2008. Das „Abstrakte Bild“ wurde von Richter unscharf fotografiert und vergrößert, die Vorlage ist somit unkenntlich geworden. Dass es sich um die Aufnahme eines seiner Gemälde handelt, kann man allenfalls noch erahnen. Das Foto täuscht Malerei vor. „Sieben Zwei Vier“ ist charakteristisch für die Auseinandersetzung des Künstlers mit den Medien Malerei und Fotografie. Auf mannigfaltige Weise stellt er diese Frage von Anfang an. Was vermögen Malerei und Fotografie und wo sind die Grenzen dieser Medien. Die Erwartung an eine Fotografie ist zunächst, dass sie ein getreues Abbild der Natur ist, dass sie wahr ist. Richter misstraut dem Medium gründlich und führt uns dies vor. Herausgegeben vom Gerhard Richter Archiv, Dresden. – Sehr guter Zustand. Butin 133 a. Privatsammlung, Rheinland. - - - 29.75 % buyer's premium on the hammer price (27.37 % on the part of the hammer price exceeding 100,000 EUR) (21.42 % on the part of the hammer price exceeding 500,000 EUR) VAT margin scheme, VAT included, but not indicated and not reclaimable
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05/12/2019
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