Lot 1049
Giovanni Antonio Canal, gen. Canaletto,
1697 Venedig - 1768, Umkreis
L’IMBOCCATURA DEL CANAL GRANDE ALLA SALUTE RIPRODOTTA A TERGO
Öl auf Leinwand. Doubliert.
80 x 120 cm.
Bedeutendes Gemälde der Ansicht Venedigs mit Blick vom Canal Grande auf die Kirche Santa Maria della Salute. Der Blick in den Canal Grande vom Wasser aus gesehen, auf dem ruhigen Kanalwasser zahlreiche Gondeln und links an der Mole anliegende Segelschiffe mit eingezogenen Segeln, mit reicher Figurenstaffage.
Links im hellen Licht, zwischen den flankierenden Gebäuden, eine Fassade mit hohem Treppenanstieg und Kuppel mit den großen Steinvoluten der Kirche Santa Maria della Salute. An der rechten Bildseite staffeln sich die Fassaden der zum Teil noch gotischen, venezianischen Paläste mit davor anlegenden Gondeln.
Im blauen Firmament ziehen helle Wolken in Parallelzügen in einer Diagonale von links nach rechts oben. Die in den Gondeln, Booten und Schiffen agierenden Personen lebendig wiedergegeben, zum Teil in narrativen Posen und Bezügen wie etwa links auf dem Segelschiff, auf dem ein Schiffsführer auf einen nobel gekleideten Herren deutet, der offensichtlich eine Gondel zu besteigen beabsichtigt, während hinter diesem Mann in langem Mantel weitere Männer in bewegten Haltungen wiedergegegeben sind. Das Gemälde in tadelloser Erhaltung.
Expertise:
Beigegeben ein Gutachten von Anna Kowalczyk vom Februar 2014, die das Gemälde im Original untersucht hat.
In diesem Schreiben setzt sie das Gemälde in den unmittelbaren Umkreis Canalettos und erklärt, dass es direkt nach dem Gemälde des Meisters entstanden ist und nicht nach einem Stich. Von der Hand des selben Künstlers sind noch zwei weitere Venedig-Veduten bekannt, ausgeführt in der selben Technik und ebenfalls direkt nach den Gemälden Canalettos entstanden. Sie befinden sich seit 1972 in der Sammlung der Cassa di Risparmio in Venedig und werden Canaletto zugeschrieben.
Dem Gemälde ist eine Expertise von Rodolfo Pallucchini beigegeben, in der das Gemälde „L´imboccatura del Canal Grande alla Salute riprodotta a tergo“ betitelt wird. Zudem erstellt die Expertise den stilistischen Unterschied im Wirken der beiden Maler Giovanni Antonio Canal (1697 - 1768), ebenfalls Canaletto genannt, zu Bernardo Bellotto her, der Neffe Antonio Canals war.
Literatur:
Konstantin von Wurzbach, Bernardo Bellotti, in: Biografisches Lexikon des Kaisertums Österreichs, Bd. 1, 1856.
Erich Hempel, „Canaletto“ in: Neue deutsche Biografie, 1957.
Andrzej Rottermund, Von Venedig nach Warschau, in: Ausstellungskatalog Wien 2005, S. 11-37. Wilfried Seipel (Hrsg.), Bernardo Bellotto, genannt Canaletto: Europäische Veduten (Ausstellungskatalog Kunsthistorisches Museum Wien, 2005).
Angelo Walther, Bernardo Bellotto genannt Canaletto: Ein Venezianer malte Dresden, Pirna und den Königstein, Dresden, 2006.
Fritz Löffler, Bernardo Bellotto genannt Canaletto, Leipzig, 2009.
Vgl. W. G. Constable, Canaletto, Band 2, S. 269, Kat. Nr. 170-(b)-4 und S. 313, Kat. Nr. 251-(d)-4. (961852)
Giovanni Antonio Canal, called Canaletto,
1697 Venice - 1768, circle
IMBOCCATURA DEL CANAL GRANDE ALLA SALUTE ATERGO
Oil on canvas. Relined.
80 x 120 cm.
Famous painting of Venice with a view from the Grand Canal onto the Basilica Santa Maria della Salute.
Expert’s report:
Included an expert’s report by Anna Kowalczyk. She points out that the painting was executed directly after the painting by Canaletto, not after an engraving. Two other vedutas by the same artist in the same technique exist. Since 1972 they form part of the collection of the Cassa di Risparmio di Venezia and are attributed to Canaletto.
An expert’s report by Rodolfo Pallucchini is enclosed in which the painting bears the title “L´imboccatura del Canal Grande alla Salute riprodota altergo”. Furthermore the report points out the stylistic difference in the work of the two painters Giovanni Antonio Canal (1697 – 1768), also known as Canaletto and Bernardo Bellotto, Antonio Canal’s nephew.
Crédits photos : Contacter la maison de vente
Dessins, aquarelles et pastels
À propos de la vente28/03/2014
Catalogue
Mobilier, Bibliothèque 19ème, Tableaux XVIème - XVIIIème, Bibliothèque 18ème
80799 München - Allemagne
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