Lot 865
Günther Uecker Weißes Feld Nagelung und Acryl auf Leinwand auf Holz. 63 x 43 x 14,5 cm. Rückseitig auf dem Holz signiert und betitelt 'WEISSES FELD Uecker' und mit Richtungspfeil. Mit beiliegendem signierten Photozertifikat des Künstlers von 2014. Provenienz Galerie Eigen + Art, Berlin Privatsammlung, Süddeutschland In seinen Arbeiten visualisiert Günther Uecker, der sich seit den frühen 1950er Jahren mit dem japanischen Zen-Buddhismus beschäftigt, seine Lebenshaltung als Künstler und vor allem als Mensch. Seine Nagelungen sind durchgehend geprägt von der Auseinandersetzung mit Licht, Bewegung, der ‚idealen' Farbe Weiß und sind als Mittel einer Bewusstseinserfahrung, die im „Zustand Weiß“ kulminiert, zu verstehen: „Mehrere Weißstrukturen, die ich bewußt Objekte nenne, da sie sich von der bildhaften Projektion auf eine Leinwand unterscheiden, baute ich mit vorfabrizierten Elementen, wie Nägeln. Am Anfang benutzte ich streng gereihte Rhythmen, mathematische Folgen, die sich später auflösten in einen freien Rhythmus... Was mich in der Folge beschäftigte, war, eine Integration von Licht zu erreichen, welche die Weißstrukturen durch Lichtwechsel zu einer Schwingung brachte und als ein freier, artikulierter Lichtraum verstanden werden konnte. Ich habe mich für eine weiße Zone entschieden als äußerste Farbigkeit, als Höhepunkt des Lichtes, als Triumph über das Dunkel. Eine weiße Welt, glaube ich, eine humane Welt, in der der Mensch seine farbige Existenz erfährt, in der er lebendig sein kann. Diese Weißstrukturen können eine geistige Sprache sein, in der wir zu meditieren beginnen. Der Zustand Weiß kann als Gebet verstanden werden, in seiner Artikulation ein spirituelles Erlebnis sein.“ (Günther Uecker, Der Zustand Weiß, in: Stephan von Wiese (Hg.), Günther Uecker, Schriften, Gedichte, Projektbeschreibungen, Reflexionen, St. Gallen 1979, S.104.) Günther Uecker Weisses Feld Nails and acrylic on canvas on panel. 63 x 43 x 14.5 cm. Verso on panel signed and titled 'WEISSES FELD Uecker', with directional arrow. Accompanied by a signed photo certificate by the artist.? Provenance Galerie Eigen + Art, Berlin private collection, South Germany Günther Uecker has taken an interest in Japanese Zen Buddhism since the early 1950s, and his works therefore visualise his attitude to life, both as an artist and as an individual. All his nailings are discussions of light, movement and white as an 'ideal' colour. They are consciously created by the artist in such a way that they can serve as an experience of consciousness which may culminate in white as a state: Using prefabricated elements such as nails, I built up several white structures which I consciously called objects, because they differed from a pictorial projection onto a canvas. I started by using strictly sequenced rhythms, mathematical sequences, which dissolved into a free rhythm… I then focused on achieving an integration of light that caused the white structures to oscillate under changes of lighting and which could be understood as freely articulated light space. I opted for a white zone as a culmination of colourfulness, as a climax of light and as a triumph over darkness. It is, I believe, a white world, a humane world, in which a person experiences their colourful existence and in which they can be alive. These white structures can be a spiritual language in which we begin to meditate. White, as a state, can be understood as prayer and, when it is articulated, can be a spiritual experience. (Günther Uecker, Der Zustand Weiss, in: Stephan von Wiese (ed.), Günther Uecker, Schriften, Gedichte, Projektbeschreibungen, Reflexionen, St. Gallen 1979, p.104.)
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Dessins, aquarelles et pastels
À propos de la vente
Catalogue
Art Contemporain
50667 Köln - Allemagne
31/05/2014
Proposé par Kunsthaus Lempertz
+49-(0)221-925729-0