Lot 716
Heinz Mack (Lollar 1931 – lebt in Mönchengladbach)
„LICHTWALD“. 1964-65
Messing, verchromt, Holzsockel mit Elektromotor. 83 x 61 x 61 cm ( 32 ⅝ x 24 x 24 in.).
Honisch 138.–
[3457]
Provenienz: Sammlung Willy und Fänn Schniewind, Neviges / Privatsammlung, Rheinland
Ausstellung: 4. Biennale de Paris. Paris, Musée de l'art moderne de la ville de Paris, 1965 (lt. unterseitigem Aufkleber)
„Im Grunde sagt Macks Konzept 1958 unmißverständlich, was er anstrebt und verwirklichen will. Er strebt keinen neuen Stil an, sondern er setzt eine neue Haltung. Die Anonymität der Struktur ist für Mack der Garant für die von persönlichen Attitüden freie Zulassung von Wirklichkeit, die über das hinzutretende Licht eine neue, visuelle Bedeutung gewinnt. Licht wird ja im allgemeinen als Beleuchtung, also mit einem Zweck verbunden gesehen. Mack versteht das Licht nicht als Erfüllungsgehilfen anderer Absichten. Für ihn ist Licht eine eigene Qualität geworden, die Visualität, die Sinnlichkeit erst möglich macht. Zugegeben eine solche, der man ein adäquates Instrumentarium zur Verfügung stellt. Licht ist für ihn gleichsam instrumentiertes Licht, das über die angebotene Struktur zu neuer Anschaulichkeit kommt. Das Licht erhält eine besondere Qualität erst durch die Struktur, in der es sich ansiedelt. Es wird herausgehoben, gesteigert und dadurch bedeutender gemacht. Licht tritt durch Licht hervor, wird durch Anschaulichkeit zu einer eigenen Schönheit.
Kein anderer ZERO-Künstler hat diese qualitative Veränderung des Lichts angestrebt. Piene hat in seinem ,Lichtballett’ das Licht im Grunde nicht verändert. Uecker benutzte es in seinen bewegten Nagelfeldern, um das Moment der Zeit anschaulich zu machen. Für Mack dagegen war das Licht ein eigenständiger Wert. Er hat es herausgehoben aus der Zeit und der Zufälligkeit des Ortes, und er hat es zurückversetzt in seine eigene Selbstbestimmung, die nämlich, Lichthaft zu sein.“ (Dieter Honisch. Essay. Zit. nach: Dieter Honisch (Hg.): Mack Skulpturen 1953-1986. Düsseldorf u.a., Econ Verlag, 1986, S. 20.)
Heinz Mack (Lollar 1931 – lives in Mönchengladbach)
„LICHTWALD“. 1964-65
Brass, chrome-plated, wooden base with electric motor. 83 x 61 x 61 cm ( 32 ⅝ x 24 x 24 in.).
Honisch 138.–
[3457]
Provenienz: Collection Willy and Fänn Schniewind, Neviges / private collection, Rhineland
Ausstellung: 4th Biennale de Paris. Paris, Musée de l'art moderne de la ville de Paris, 1965 (acc. to label on the underside)
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Dessins, aquarelles et pastels
À propos de la vente
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