Lot 681
Henri-Théodore Fantin-Latour, 1836 Grenoble – 1904 Buré LA SOURCE (DIE QUELLE) Öl auf Leinwand. 81 x 65 cm. Rechts unten signiert „Fantin“. In Prunkrahmen. Vor nicht näher zu identifizierender Landschaft mit brauner und grün-weißer Farbgebung eine stehende nackte Nymphe mit Stand- und Spielbein, die sich mit ihrem rechten Arm und leicht erhobener Hand über einen liegenden Tonkrug beugt, aus dem Wasser herausfließt, in ein die Stehende umgebendes Gewässer; die Dargestellte als allegorische Wiedergabe für die Quelle. Malerei in impressionistischer Manier, jedoch in der dem Künstler eigenen verträumten, entfernt-symbolistischen Fantasievorstellung. Minimale Retuschen. Provenienz: F & J. Tempelaere, Paris. N.A. Groes, Brüssel. Locket Thomson, Barbizon House, London. Collectie Cleijndert, Niederlande. F. Möller, Amsterdam. Galerie Koller, Zürich, 16. November 1990, Lot 5156. Galerie Koller, Zürich, Mai 1992 . Anmerkung: Verso Aufkleber auf Rahmen vom Stedelijk Museum, Amsterdam, und zu Provenienzangaben und Literatur. Henri-Théodore Fantin-Latour war ein französischer Maler, der von seinem Vater, einem Portraitisten, ausgebildet wurde. Er setzte seine Ausbildung an der École des Beaux-Arts in Paris fort, besuchte regelmäßig den Louvre, wo er große Meister kopierte. Hier entwickelte er eine Begeisterung für die venezianische Malerei, vor allem für die von Tiziano Vecellio (1485/89-1576) und Paolo Veronese (1528-1588). Er schloss Freundschaft mit Édouard Manet (1832-1883), Berthe Morisot (1841-1895) und später mit James Abbot McNeill Whistler (1834-1903), der ihn mit nach England nahm und einer Klientel vorstellte, die sich für seine Stillleben, im speziellen die Blumenstillleben, begeisterte. Außerdem mit dem realistischen Maler Gustave Courbet (1819-187) und den Impressionisten befreundet, behielt er nichtsdestotrotz seinen eigenen Stil und orientierte seine Malerei hin zu Gruppenportraits, wovon die berühmtesten Exemplare im Musée d’Orsay aufbewahrt sind. Später zog er sich in die Normandie nach Buré zurück und widmete sich dort fast ausschließlich seinen Blumensträußen, die er in seinem Garten pflückte. Literatur: Victoria Fantin-Latour, Catalogue de l’Oeuvre complet de Fantin-Latour, Amsterdam – New York 1969, S. 229, Nr. 2171. Ausstellung: Amsterdam, Stedelijk Museum, 1952, Nr. 57. (1300995) (18) Henri-Théodore Fantin-Latour, 1836 Grenoble – 1904 Buré LA SOURCE (THE SPRING)Oil on canvas. 81 x 65 cm. Signed “Fantin” lower right. Provenance: F & J. Tempelaere, Paris. N.A. Groes, Brussels. Locket Thomson, Barbizon House, London. Collectie Cleijndert, Netherlands. F. Möller, Amsterdam. Galerie Koller, Zürich, 16 November 1990, lot 5156. Galerie Koller, Zürich, May 1992. Notes: Label on the back of the frame by the Stedelijk Museum, Amsterdam as well as information regarding its provenance and literature. Literature: Victoria Fantin-Latour, Catalogue de l’Oeuvre complet de Fantin-Latour, Paris 1911, p. 227, no. 2171. Exhibition: Amsterdam, Stedelijk Museum, 1952, no. 57.
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31/03/2022
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0049-89-28804-0