Lot 1033
Hermannstadt 1675 - 1713 Hochbedeutende Hermannstädter Kredenz Silber, getrieben und gegossen teilweise vergoldet. Runder, aufgewölbter Fuß mit reichem, fein ziseliertem Groteskendekor der gegossene Schaft mit Volutenspangen und zwei gegenständigen Atlanten zwischen plastischen Faunsbüsten. Die große runde Schale mit der getriebenen und fein ziselierten Darstellung eines Bacchanals. Marken: Kein BZ, MZ Sebastianus Hann (Meister in Hermannstadt 1675 - 1713, Köszeghy Nr. 1437). H 34 Durchmesser 34 cm, Gewicht 2200 g. Hermannstadt, Sebastianus Hann, Ende 17. Jh. Der in Leutschau geborene Hann gilt als der herausragendste Vertreter der barocken Goldschmiedekunst in Ungarn. Kennzeichnend für seine Arbeiten sind reiches Ornament und meisterhafte Darstellungen biblischer oder historischer Themen mit getriebenen und fein ziselierten, häufig sehr plastisch ausgeführten Figuren. Zu seinen Auftraggebern gehörten unter anderem der siebenbürgische Fürstenhof, später auch jener der Walachei. Zu den bedeutendsten seiner erhaltenen Arbeiten zählt das Epitaph des Sachsengrafen Valentin Franck von Franckenstein, der ein begeisterter Förderer des Goldschmieds war. (Heute in der Sammlung des Hermannstädter Brukenthalmuseums). Arbeiten Hanns von vergleichbarer Qualität befinden sich heute fast ausschließlich in öffentlichen Sammlungen und Kirchenbesitz - und sind auf dem Kunstmarkt von von außerordentlicher Seltenheit. Gutachten Prof. Dr. Ernst-Ludwig Richter Literatur Vgl. eine Schale mit getriebener Darstellung der Königin von Saba im Besitz des Kunstgewerbe-Museums Budapest, abgebildet bei Köszeghy 1936, Tafel XII, einen Prunkhumpen im Ungarischen Nationalmuseum, abgebildet bei Hernmarck, Die Kunst der Europäischen Gold- und Silberschmiede, München 1978, sowie eine Schraubflasche mit allegorischen Figuren, abgebildet im Kat. Die Esterházy Schatzkammer, Budapest 2006, Nr. 86. Zum Meister vgl. auch Heller, Ungarische und Siebenbürgische Goldschmiedearbeiten, München 2000, S. 58, 222. Sebastianus Hann Hermannstadt 1675 - 1713 An important Hermannstadt silver partially gilt footed bowl. Marks of Sebastianus Hann, late 17th C. H 34 diameter 34 cm, weight 2200 g. Sebastianus Hann, born in Letschau, was one of the most outstanding baroque goldsmiths in Hungary. His works are characterised by their rich ornamentation and masterful depictions of biblical and historical motifs with finely embossed and chased figures. He carried out many commissions for the princely court of Siebenbürgen, and later that of Wallachia. The epitaph of the Count of Saxony Valentin Franck of Franckenstein - an enthusiastic patron of this artist - is among his greatest works and is now kept in the collection of the Brukenthalmuseum in Hermannstadt. Works of comparable quality by this goldsmith are for the most part already kept in public collections and churches and are thus very rarely available for purchase on the art market. Provenance Prof. Dr. Ernst-Ludwig Richter Literature Cf. A bowl with a chased depiction of the Queen of Sheba kept in the Kunstgewerbe-Museums Budapest, illus. in Köszeghy 1936, pl. XII, a tankard in the Hungarian National Museum, illus. in Hernmarck, Die Kunst der Europäischen Gold- und Silberschmiede, Munich 1978, and a screw-top bottle with allegorical decor in cat. Die Esterházy Schatzkammer, Budapest 2006, no. 86. For this master cf. also: Heller, Ungarische und Siebenbürgische Goldschmiedearbeiten, Munich 2000, p. 58, 222.
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Dessins, aquarelles et pastels
À propos de la vente
Catalogue
Collection Hofstätter
50667 Köln - Allemagne
17/05/2014
Proposé par Kunsthaus Lempertz
+49-(0)221-925729-0