Lot 135
Karl Hagemeister Wellen Oil on canvas 76 x 116 cm Framed. Signed 'K.Hagemeister' in black lower right. - Professionally cleaned, two minor canvas defects closed. Warmt G 454 Provenance Galerie Abels, Cologne (1933); in family possession, Rhineland-Palatinate/North Rhine-Westphalia, since The element of water is omnipresent in the oeuvre of Karl Hagemeister - whether as calm ponds in the woods or swampy landscapes from rural Brandenburg, light-filled views of Schwielow Lake and the Havel river or the roaring waves of the Baltic Sea, which he captured on the beach at Lohme on Rügen. The power of the turbulent sea and the thundering roll of the waves during stormy weather exerted an unceasing fascination on the painter. Thus, in 1931, he wrote to his pupil Siegwart Sprotte: “You need to continue working where I stopped. First of all study on Rügen, then go to Bornholm, then to Norway! And now I wish you a great storm urge, so that you understand Beethoven's Ninth, in which he has depicted the battle of the elements.” (cited in: Hendrikje Warmt, Karl Hagemeister. In Reflexion der Stille, Berlin 2016, p. 171). The year 1931 is also when the gallerist Hermann Abels, who formerly possessed the seascape offered here, visited Karl Hagemeister in Werder. At the house of the painter, who lived under the most modest conditions, Abels admired the beauty of Hagemeister's pictures of waves: “I point to a splendid painting above the sofa, depicting a wave, and ask about its price. 'Yes', he says, 'that is art. Everything painted from nature, in three hours. Have never had a studio in my life.” (Hermann Abels, Ein Besuch beim alten Hagemeister, in: Die Kunst für Alle, vol. 47, 1931/32, p. 18). Karl Hagemeister Wellen Öl auf Leinwand 76 x 116 cm Gerahmt. Unten rechts schwarz signiert 'K.Hagemeister'. - Fachmännisch gereinigt. 2 kleinere Leinwandverletzungen fachmännisch geschlossen. Warmt G 454 Provenienz Galerie Abels, Köln (1933); seitdem in Familienbesitz Rheinland-Pfalz/Nordrhein-Westfalen Das Element Wasser ist allgegenwärtig im Oeuvre Karl Hagemeisters - seien es ruhige Waldteiche oder Sumpflandschaften der brandenburgischen Mark, lichte Ansichten des Schwielowsees und der Havel oder die tosenden Wellen der Ostsee, die er am Strand von Lohme auf Rügen einfing. Die Macht des aufgewühlten Meeres, das donnernde Rollen der Wellen bei stürmischem Wetter übte eine unaufhörliche Faszination auf den Maler aus. So schrieb er 1931 an seinen Schüler Siegwart Sprotte: „Sie müssen da weiter arbeiten, wo ich aufgehört habe. Erst einmal studieren Sie auf Rügen, dann gehen Sie nach Bornholm, dann nach Norwegen! Und nun wünsche ich Ihnen eine große Sturmflut, damit Sie Beethovens Neunte verstehen, in der er den Kampf der Elemente geschildert hat.“ (zit. nach: Hendrikje Warmt, Karl Hagemeister. In Reflexion der Stille, Berlin 2016, S. 171). In das Jahr 1931 fiel auch der Besuch des Galeristen Hermann Abels, in dessen Besitz sich das hier angebotenen Seestück ehemals befand, bei Karl Hagemeister in Werder. Im Haus des Malers, der unter einfachsten Bedingungen lebte, bewunderte Abels die Schönheit von Hagemeisters Wellenbildern: „Ich weise auf ein prachtvolles Gemälde über dem Sofa hin, eine ‚Welle' darstellend, und frage nach dem Preis. ‚Ja', sagt er, ‚das ist Kunst. Alles vor der Natur gemalt, in drei Stunden. Habe nie in meinem Leben ein Atelier gehabt.'“ (Hermann Abels, Ein Besuch beim alten Hagemeister, in: Die Kunst für Alle, 47. Jg., 1931/32, S. 18).
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20/06/2020
Proposé par Kunsthaus Lempertz
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