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Lotte Laserstein (Preußisch Holland 1898 – 1993 Kalmar) „In Andacht“. 1925 Öl auf Leinwand. 65 × 45,7 cm ( 25 ⅝ × 18 in.). Oben links signiert: Lotte Laserstein. Werkverzeichnis: Krausse M 1925/3.– [3036] Provenienz: Ehemals Privatsammlung, Schweden Ausstellung: Mitt liv [Mein Leben]. Kalmar, Skälby gård, 1983 / Hedersutställning Lotte Laserstein [Ehrenausstellung Lotte Laserstein], Kalmar, Kalmar Slott, 1991, Kat. Nr. 4 (Titel: I andakt, datiert 1928) / Lotte Laserstein 1898–1993. Meine einzige Wirklichkeit. Berlin, Das Verborgene Museum in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Berlin, Museum Ephraim-Palais, 2003, ohne Nr., S. 77 und 107, Abb. Nr. 53, S. 76 Wie bei den meisten der Gemälde, in denen Traute Rose sich für ihre Freundin Lotte Laserstein in Pose setzte, ist auch diese Darstellung, trotz der Ähnlichkeit von Ab- und Vorbild, weniger ein Porträt als ein Rollenmodell. Die Werkverzeichnis-Autorin Anna Carola Krausse hat dies bereits eindrücklich aus dem großen schauspielerischen Talent Traute Roses hergeleitet sowie aus dem besonderen Verhältnis von Malerin und Modell. Keine der Darstellungen von Traute Rose scheint als klassisches Bildnis um ihrer selbst willen entstanden zu sein. Das mag angesichts der engen Freundschaft der beiden Frauen verwundern, erklärt aber andererseits die besondere Ungezwungenheit, mit der sich Traute Rose in die ihr von der Malerin zugedachten Verkörperungen warf. Es war für sie eben mehr als ein Job, und augenscheinlich hatte sie Vergnügen daran, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, was wiederum Lotte Laserstein dazu bewog, die Freundin als gleichberechtigte Partnerin ihrer Malerei zu betrachten. In Briefen sprach sie darum immer wieder von „unseren Bildern“. So zeigte sie sich und Traute Rose etwa auch gemeinsam hinter der Staffelei stehend, so die klassische Arbeitsteilung von Malerin und Modell aufhebend. Und so intensiv wie Traute Rose Anteil am Künstlerischen nahm, scheint es nur natürlich, dass ihre Verkörperungen verschiedener Frauentypen, von der burschikosen Freundin über die elegante Dame von Welt bis zur empfindsamen Muse, so überzeugend wirkten. „In Andacht“ nun wiederum zeigt sie als ernste, dem Nachsinnen hingegebene Frau. Laserstein inszeniert ihre Freundin ikonenhaft, das Gemälde ist passend zu seinem Titel selbst ein Andachtsbild. Der dunke Streifen, der die Frau hinterfängt, verstärkt noch ihre Statuarik und den kontemplativen Charakter der Darstellung. Gesicht, Hals und Hände scheinen aus dem Dunkel auf und sind die einzigen Bildpartien, die Plastizität vermitteln. Vor allem die Hände sprechen, so wie sie oft in Lasersteins Bildern eine im doppelten Wortsinn tragende Rolle einnehmen. Nach dem Gemälde „Drei Schwestern“ (Krausse 1925/2, heute verschollen) war dies das zweite Rollenbild für Traute Rose, und niemand hätte angesichts ihres geradezu heiligen Ernstes vorhersehen können, zu welcher Wandlungsfähigkeit sie sich aufschwingen würde. Niemand außer Lotte Laserstein. MS Lotte Laserstein (Prussian Netherlands 1898 – 1993 Kalmar) „In Andacht“. 1925 Oil on canvas. 65 × 45,7 cm ( 25 ⅝ × 18 in.). Signed upper left: Lotte Laserstein. Catalogue raisonné: Krausse M 1925/3.– [3036] Provenienz: Formerly Private collection, Sweden Ausstellung: Mitt liv [My Life]. Kalmar, Skälby gård, 1983 / Hedersutställning Lotte Laserstein [Exhibition in honour of Lotte Laserstein], Kalmar, Kalmar Slott, 1991, cat. no. 4 (Title: I andakt, dated 1928 / Lotte Laserstein 1898–1993. Meine einzige Wirklichkeit. Berlin, Das Verborgene Museum in coopertion with the Stadtmuseum Berlin, Museum Ephraim-Palais, 2003 without no., p. 77 and 107, colour ill. no. 53, p. 76
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10719 Berlin - Allemagne
30/11/2017
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