Lot 523
Max Slevogt 1868 Landshut - Neukastel/Pfalz 1932 Bildnis einer jungen Dame Öl auf Leinwand, doubliert. (Anfang 1890er Jahre). Ca. 100 x 69,5 cm. Signiert oben rechts. Ab 1890 etabliert sich Slevogt als freier Maler in München. Nun überwiegen Ateliermotive statt Landschaften, allen voran Aktkompositionen und Porträts. Für letztere geht Slevogt vom Brustbild zur Dreiviertel- oder Gesamtgestalt über, um so die charakteristischen Verhaltensweisen seiner Dargestellten erfassen zu können. Gleichzeitig wird die Bildlösung zusehends freier. So rückt er die Dame im vorliegenden Bildnis in ihrem rot gepolsterten Lehnstuhl aus der mittigen Bildachse heraus leicht nach links. Sitzmöbel und Kleiderstoff werden nun zu schwebenden, fast abstrakten Farbflächen, die Aufmerksamkeit des Künstlers gilt dem Gesicht der Dame. Ihr Blick geht in die entgegengesetzte Richtung der Arme, ihr Körper dreht sich leicht im Sitz. Slevogt gibt durch diese Bewegung und Verschiebung innerhalb des Körpers und den abgewandten, selbstbestimmten Blick seinem Modell Raum, sich selbst auszudrücken. Es entsteht ein dezentes, feinfühliges Porträt, das den Charakter der Frau als eigene Persönlichkeit unterstreicht. Mit einer Fotoexpertise von Professor Dr. Hans-Jürgen Imiela, Mainz, vom 2.5.1998. Ausstellung: Max Slevogt – Die Berliner Jahre, Stiftung Brandenburger Tor, Berlin/Von der Heydt-Museum, Wuppertal 2005, Kat.-Nr. 1, farb. Abb. S. 28. Provenienz: Sammlung Julius Münz, Schriftsteller, Berlin-Charlottenburg; Galerie Helbing, Auktion, München 10.11.1913, Los 143, mit s/w Abb. Tafel 2; Kunsthandlung Peter Mühlberger, Bamberg: dort 1998 vom jetzigen Eigentümer erworben, Privatsammlung, Bayern. Max Slevogt 1868 Landshut - Neukastel/Pfalz 1932 Portrait of a Lady Oil on canvas, relined. (Early 1890s). C. 100 x 69,5 cm. Signed upper right. ∆This work is accompanied by a photo certificate by Professor Dr. Hans-Jürgen Imiela, Mainz, dated 2.5.1998. Ab 1890 etabliert sich Slevogt als freier Maler in München. Nun überwiegen Ateliermotive statt Landschaften, allen voran Aktkompositionen und Porträts. Für letztere geht Slevogt vom Brustbild zur Dreiviertel- oder Gesamtgestalt über, um so die charakteristischen Verhaltensweisen seiner Dargestellten erfassen zu können. Gleichzeitig wird die Bildlösung zusehends freier. So rückt er die Dame im vorliegenden Bildnis in ihrem rot gepolsterten Lehnstuhl aus der mittigen Bildachse heraus leicht nach links. Sitzmöbel und Kleiderstoff werden nun zu schwebenden, fast abstrakten Farbflächen, die Aufmerksamkeit des Künstlers gilt dem Gesicht der Dame. Ihr Blick geht in die entgegengesetzte Richtung der Arme, ihr Körper dreht sich leicht im Sitz. Slevogt gibt durch diese Bewegung und Verschiebung innerhalb des Körpers und den abgewandten, selbstbestimmten Blick seinem Modell Raum, sich selbst auszudrücken. Es entsteht ein dezentes, feinfühliges Porträt, das den Charakter der Frau als eigene Persönlichkeit unterstreicht. Mit einer Fotoexpertise von Professor Dr. Hans-Jürgen Imiela, Mainz, vom 2.5.1998. Ausstellung: Max Slevogt – Die Berliner Jahre, Stiftung Brandenburger Tor, Berlin/Von der Heydt-Museum, Wuppertal 2005, Kat.-Nr. 1, farb. Abb. S. 28. Provenienz: Sammlung Julius Münz, Schriftsteller, Berlin-Charlottenburg; Galerie Helbing, Auktion, München 10.11.1913, Los 143, mit s/w Abb. Tafel 2; Kunsthandlung Peter Mühlberger, Bamberg: dort 1998 vom jetzigen Eigentümer erworben, Privatsammlung, Bayern.
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Dessins, aquarelles et pastels
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Modern Art
80333 München - Allemagne
05/12/2018
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