Lot 182
Münchner Vase mit Berliner Ansichten Porzellan, Emaildekor, partiell radierte Vergoldung; Metallmontierung. Münchner Vase Nr. 1. Goldener Fond mit fein radierten Blattranken, auf dem Hals radierte Blattranken auf weißem Fond. Zwei ovale Reserven mit den jeweiligen Bezeichnungen "Das Museum in Berlin" und "Die Werdersche Kirche in Berlin". Blaumarke Zepter, rote Reichsadlermarke über KPM. H 50 cm, Durchmesser 25 cm. Berlin, KPM, 1830. Die Form nach dem von Friedrich von Gärtner für die Manufaktur Nymphenburg entworfenen Modell. Die auf der Vase dargestellten Gebäude nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel wurden im Entstehungsjahr der Vase fertiggestellt und dürften hier erstmals als Ansichten auf Porzellan Verwendung gefunden haben. Im "Conto Buch Sr: Majestät des Königs" findet sich für den 21. August 1830 der Eintrag: Für Frau Ministerin Gräfin v. Reden à Buchwald 1 Vase Münchner Sorte No. 1 ohne Hkl: mit coul: Prospekt vom Museum und der Werderschen Kirche, übrigens ganz vergoldet und gravirt...206 Rthlr. 15 Sgr. 1 Schraube 1 Rthlr. Friedrich Wilhelm Graf von Reden (1752 - 1815) war seit 1802 Oberberghauptmann und Leiter des Berg- und Hüttendepartements, 1803 erfolgte seine Ernennung zum Bergwerksminister. Bei der Modernisierung des Bergbaus und Hüttenwesens in Preußen spielte er eine wichtige Rolle, so führte er etwa in seiner schlesischen Heimat den ersten Kokshochofen ein. Als Vorsitzender der Berliner Porzellan-Manufaktur-Kommission stand er zeitweilig auch der KPM vor. Seine Witwe lebte im schlesischen Buchwald, wo Mitglieder des preußischen Königshauses die Nachbargüter Erdmannsdorf und Fischbach bewirtschafteten. Provenienz Gräfin Friederike von Reden (1774 - 1854). The Twinight Collection. Literatur Abgebildet und ausführlich beschrieben im Katalog "Raffinesse & Eleganz", München 2007, Kat. 111. Zum Auszug aus dem Conto Buch siehe Baer, "...auf Allerhöchsten Befehl", Berlin 1983, S. 80. A Berlin KPM Munich metal mounted porcelain vase with views of Berlin. Munich vase no. 1 with fine foliate etching to the gilt ground and the white ground of the neck. Two labelled scenes of the Berlin Museum and the Berlin Werdesche Church within oval reserves to the body. Blue sceptre mark, red imperial orb mark over KPM. H 50 cm, diameter 25 cm. 1830. The form based on Friedrich von Gärtner's model for the Nymphenburg manufactory. The buildings depicted on this vase were designed by Karl Friedrich Schinkel and completed in the year of its making, thus this piece probably represents their first appearance in designs for porcelain. The vase is listed in the royal accounts as being commissioned on 21st August 1830 for Minister Duchess von Reden, wife of Duke Friedrich Wilhelm von Reden (1752 - 1815). Duke Friedrich was declared Minister of Mining in 1803 and played an important role in the modernisation of the mining and metalwork industries in Prussia. Provenance Duchess Friederike von Reden (1774 - 1854). The Twinight Collection. Literature Illus. and described in detail in cat.: "Raffinesse & Eleganz", Munich 2007, cat. 111. On the entry in the royal accounts cf.: Baer, "...auf Allerhöchsten Befehl", Berlin 1983, p. 80.
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Céramiques, poteries et faïences
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Catalogue
Vente de Berlin
50667 Köln - Allemagne
02/05/2015
Proposé par Kunsthaus Lempertz
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