Lot 20
Pablo Picasso (1881–1973)
Portrait, homme à la pipe 1905
Federzeichnung und Tusche auf gelblichem Papier
unten links mit Bleistift signiert Picasso
31,8 x 24,5 cm
Gertrude Stein, Paris
Nachlass Alice B. Toklas, Paris
Galerie Louise Leiris (D.–H. Kahnweiler), Paris
Galerie Berggruen, Paris
John S. Thatcher
John K. Havemeyer
Galerie Rosengart, Luzern
bedeutende Privatsammlung, Schweiz
Picasso, Dessins 1903–1907, Paris, Galerie Berggruen, 25.5.–24.7.1954, abgebildet im Katalog
Christian Zervos, Picasso Œuvre-Katalog, Bd. VI, S. 106, Nr. 884.
Die Rechnung der Galerie Rosengart vom 21.8.2000 liegt vor.
Josep Palau y Fabre bringt diese Zeichnung mit Picassos gleichzeitig entstandenem Meisterwerk Garçon à la Pipe in Verbindung und spricht von der Möglichkeit eines autoportrait transposé. Gemeinsam sind den beiden Werken jedenfalls eine grosse Ruhe und Nonchalance.
Die Herkunft aus der legendären Sammlung von Gertrude Stein und später ihrer Freundin Alice Toklas unterstreicht die Bedeutung des Blattes. Gertrude Stein lernte Picasso 1905, im Jahre der Entstehung von L'Homme à la pipe, durch ihren Bruder Leo kennen und freundete sich sofort mit ihm an. Der Maler vollendete im Herbst des Jahres 1906 das berühmte Bildnis Gertrude Stein für das sie monatelang in dessen Atelier, dem Bateau-Lavoir, Modell gesessen hatte. Während der langen Sitzungen – es waren etwa 80 bis 90 – festigte sich die Freundschaft zwischen Picasso und Stein.
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