Lot 1132
PAIR OF IMPORTANT LIDDED TUREENS WITH CASE,
Turin, 2nd half of the 18th century. Maker's mark of Christ giving a blessing, featuring the initials I.P. Inspector: Giovanni Battista Carrone (1753–1778). Francesco Pagliani (1775–1816). Additional Inspector: Bartolomeo Bernardi (1779–1816); Carlo Micha (1759–1787).
Curved, oval shape, on four scrolled feet. Cast handles on both sides. The inserts, likewise in silver. All the individual items bear incised weight indications and numbers.
45 × 28.5 cm. Total weight ca. 11,110 g.
Provenance:
- Samuel Tscharner (1716-1800).
- Collection Friedrich von Tscharner (1868–1952), Berne.
- By succession, Swiss private collection.
The identification of this rare maker's mark has not been possible to date, but a small cutlery set bearing the same maker's mark was recently discovered (cf. Gianfranco Fina, Argentieri piemontesi del Settecento, Milan, 2018, p. 276).
EIN PAAR BEDEUTENDE DECKELTERRINEN MIT FUTTERAL
Turin, 2. Hälfte 18. Jh. Meistermarke eines segnenden Christi mit den Initialen I.P. Beschaumeister: Giovanni Battista Carrone (1753–1778). Francesco Pagliani (1775–1816). Gegenbeschaumeister: Bartolomeo Bernardi (1779–1816); Carlo Micha (1759–1787).
Geschwungene Ovalform, auf vier Volutenfüssen mit Akanthusblattansatz. Beidseitigen gegossenen Henkeln. Die gewölbten Deckel zieren erlegte Enten, detailgetreu wiedergegebene Steinschlossflinten, kleine Jagdtasche mit dem Tscharner-Wappen sowie eine grosse Jagdtasche mit einem Netz auf dem Deckel, um das Kleinwild unterzubringen. Einsätze ebenfalls aus Silber. Sämtliche Stücke mit eingeritzten Gewichtsangaben und Nummerierung.
45 × 28,5 cm. Zus. ca. 11'110 g.
Provenienz:
- Samuel Tscharner (1716–1800).
- Sammlung Friedrich von Tscharner (1868–1952), Bern.
- Durch Erbfolge, Schweizer Privatbesitz.
Am 14. April 1760 konnte Oberst Samuel von Tscharner das bernische Regiment de Roi in sardinisch-piemontesischen Diensten übernehmen, was ihm ein hohes Einkommen sicherte. Bereits 1756 hatte er sich als Vertreter bernischer Interessen verdient gemacht indem er die Erneuerung der wichtigen Salzlieferverträge zwischen Bern und dem Königreich Sardinien-Piemont in die Wege leitete. Seine Aktivitäten dürften von beiden Parteien honoriert worden sein, was ihm mit den Einkünften als Regimentsinhaber unter anderem auch den Kauf dieses Prunkterrinenpaars mit Jagdmotiven ermöglichte.
Die Identifizierung dieses seltenen Meisterzeichens ist bis zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich gewesen, jedoch wurde erst kürzlich eine kleine Besteckgarnitur mit selbiger Meistermarke entdeckt (vgl. hierzu: Gianfranco Fina, Argentieri piemontesi del Settecento, Mailand, 2018, S. 276).
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Arts de la table, orfèvrerie
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