Lot 2
Paul Baum Junge Baumgruppe an Bachlauf Oil on canvas. 35,2 x 45,5 cm. Framed. Unten links signiert und datiert 'Baum 1905'. - In guter farbfrischer Erhaltung. Hitzeroth F 188 b (nicht im tabellarischen Werkverzeichnis gelistet) Provenance Galerie Norbert Nusser, München Exhibitions Weimar 1997 (Kunstsammlungen), Farben des Lichts. Paul Signac und der Beginn der Moderne von Matisse bis Mondrian (außer Katalog) Literature Wolfram Hitzeroth, Paul Baum (1859-1932). Ein Leben als Landschaftsmaler, Marburg 1988, mit Farbabb. F 188 b, S. 244 Paul Baum, der seinen Hauptwohnsitz seit 1895 im holländischen St. Anna ter Muiden hatte, bereist in den Wintermonaten der folgenden Jahre Südfrankreich, Italien und die Türkei. Angeregt durch den Einfluss des Impressionisten Camille Pissarro, den Baum wohl um 1892/94 persönlich kennenlernte, schuf er in dieser Zeit hauptsächlich Ansichten der südholländischen Landschaft um St. Anna in einer dem Pointillismus entlehnten „Komma“-Technik - dicht gesetzte kurze Farbstriche, die den Lokalkolorit in eine Vielzahl von Farbnuancen aufschlüsselt. Im Jahr 1900 wendet sich Baum jedoch bei Arbeitsaufenthalten auf Capri und in Konstantinopel dem Pointillismus in seiner reinen Form im Sinne Paul Signacs zu. Das intensive Licht des Südens lädt den Maler geradezu dazu ein, die Helligkeit und Farbbrillanz des Gesehenen unverfälscht in seinen Bildern aufscheinen zu lassen. Auf Capri unternimmt er erste pointilistische Versuche, wenig später entstehen zahlreiche lichtdurchflutete Stadtansichten Konstantinopels in dieser für ihn neuen Technik. Das Gespür für die farbliche Vielfalt einer Landschaft und die nun erprobten technische Möglichkeit, sie in kleinteilig gesetzten Punkten reiner Farbe klar und leuchtend auf die Leinwand zu bringen, nimmt Paul Baum mit zurück nach Holland. In den folgenden Jahren malt er die charakteristischen Wiesen- und Flusslandschaften unter hohem Himmel, mit denen er sich zuvor schon so intensiv auseinandergesetzt hatte, in einer völlig neuen Auffassung. Die „Junge Baumgruppe an Bachlauf“ ist ein exemplarisches Beispiel für die flirrende, farbintensive Leichtigkeit, die den Bildern dieser Werkphase eigen ist. Die frühlingshafte Frische der Landschaft mit den zartgrünen Weideflächen und dem sonnigen Himmel, der sich in dem breiten Bachlauf wiederspiegelt, ist geradezu spürbar. Es handelt sich um eine ganz in der Realität verhafteten Szenerie mit im Hintergrund sichtbaren Heuhaufen und weidenden Kühe, ohne dass sich ein genrehafter Eindruck einstellt. Das Werk ist reiner Ausdruck der Lichtwirkung und der daraus resultierenden Farbvielfalt.Paul Baum Junge Baumgruppe an Bachlauf Öl auf Leinwand. 35,2 x 45,5 cm. Gerahmt. Unten links signiert und datiert 'Baum 1905'. - In sehr guter farbfrischer Erhaltung. Hitzeroth F 188 b (nicht im tabellarischen Werkverzeichnis gelistet) Provenienz Galerie Norbert Nusser, München Ausstellungen Weimar 1997 (Kunstsammlungen), Farben des Lichts. Paul Signac und der Beginn der Moderne von Matisse bis Mondrian (außer Katalog) Literatur Wolfram Hitzeroth, Paul Baum (1859-1932). Ein Leben als Landschaftsmaler, Marburg 1988, mit Farbabb. F 188 b, S. 244 Paul Baum, der seinen Hauptwohnsitz seit 1895 im holländischen St. Anna ter Muiden hatte, bereist in den Wintermonaten der folgenden Jahre Südfrankreich, Italien und die Türkei. Angeregt durch den Einfluss des Impressionisten Camille Pissarro, den Baum wohl um 1892/94 persönlich kennenlernte, schuf er in dieser Zeit hauptsächlich Ansichten der südholländischen Landschaft um St. Anna in einer dem Pointillismus entlehnten „Komma“-Technik - dicht gesetzte kurze Farbstriche, die den Lokalkolorit in eine Vielzahl von Farbnuancen aufschlüsselt. Im Jahr 1900 wendet sich Baum jedoch bei Arbeitsaufenthalten auf Capri und in Konstantinopel dem Pointillismus in seiner reinen Form im Sinne Paul Signacs zu. Das intensive Licht des Südens lädt den Maler geradezu dazu ein, die Helligkeit und Farbbrillanz des Gesehenen unverfälscht in seinen Bildern aufscheinen zu lassen. Auf Capri unternimmt er erste pointilistische Versuche, wenig später entstehen zahlreiche lichtdurchflutete Stadtansichten Konstantinopels in dieser für ihn neuen Technik. Das Gespür für die farbliche Vielfalt einer Landschaft und die nun erprobten technische Möglichkeit, sie in kleinteilig gesetzten Punkten reiner Farbe klar und leuchtend auf die Leinwand zu bringen, nimmt Paul Baum mit zurück nach Holland. In den folgenden Jahren malt er die charakteristischen Wiesen- und Flusslandschaften unter hohem Himmel, mit denen er sich zuvor schon so intensiv auseinandergesetzt hatte, in einer völlig neuen Auffassung. Die „Junge Baumgruppe an Bachlauf“ ist ein exemplarisches Beispiel für die flirrende, farbintensive Leichtigkeit, die den Bildern dieser Werkphase eigen ist. Die frühlingshafte Frische der Landschaft mit den zartgrünen Weideflächen und dem sonnigen Himmel, der sich in dem breiten Bachlauf wiederspiegelt, ist geradezu spürbar. Es handelt sich um eine ganz in der Realität verhafteten Szenerie mit im Hintergrund sichtbaren Heuhaufen und weidenden Kühe, ohne dass sich ein genrehafter Eindruck einstellt. Das Werk ist reiner Ausdruck der Lichtwirkung und der daraus resultierenden Farbvielfalt. - - - 24.00 % buyer's premium on the hammer price 19.00 % VAT on buyer's premium and other charges; not indicated and not reclaimable; VAT margin scheme
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29/11/2019
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