Lot 47
* Picabia Francis (1879–1953) Talamus 1938–1939 Öl auf Hartfaserplatte oben rechts bezeichnet Talamus unten rechts signiert Francis Picabia 75,2 x 52,2 cm Olga Picabia, Paris Louison Bobet, Frankreich (1973) Pascal Robaglia, Paris Galerie Gérard Lasés, Paris Francis Picabia, Classique et Merveilleux, Vence, Château Notre-Dame des Fleurs, Galerie Beaubourg, Juli–Oktober 1998, S. 130, 222, Nr. 130. Abstrakt, Zürich, Galerie Haas, 29.10.–2.12.2013. Salon der Angst, Wien, Kunsthalle, 6.9.2013–27.6.2015. Francis Picabia, Paintings 1909–1950, Zürich, Galerie Andrea Caratsch, 24.9.–20.11.2015, Nr. 9. Abstrakt, Ausstellungskatalog Zürich, Galerie Haas, 2013, o. S. Francis Picabia, Ausstellungskatalog, Berlin, Galerie Michael Haas, 2015, o. S. Ein Echtheitszertifikat vom Comité Picabia, Paris, vom 13.5.2009 mit der Registrierungs-Nr. 1846 liegt vor. Die Arbeit wird in das sich in Vorbereitung befindende Werkverzeichnis aufgenommen. Francis Picabia gehört zu den herausragenden Künstlern des 20. Jahrhunderts. Er pochte auf absolute künstlerische Freiheit und schuf dementsprechend ein sehr heterogenes Werk, das zahlreiche Stilrichtungen umfasst. Das Gemälde Talamus ist ein wunderbares Beispiel für seine Auseinandersetzung mit der Abstraktion. Sein Schaffen in dieser Kunstrichtung gilt als sehr bedeutend. Orange, rot, blau und grün leuchten die Farben. Der Pinselduktus ist dynamisch und fliessend. Prägnant und geheimnisvoll sind schwarze Flächen und Zeichen ins Bild gesetzt. Ein vor Spannung vibrierendes Werk. Picabia frönte nicht nur der Vielfältigkeit von Stilen, sondern auch der von Medien. Er ist auch als Grafiker, Lyriker, Essayist und Drehbuchautor in Erscheinung getreten. Mit Lust setzte er sich über eng gesetzte Grenzen des Kunstbetriebs hinweg. Nur natürlich erscheint es da, dass er sich als einer der wichtigsten Avantgardisten etablierte. Er pflegte häufigen und engen Kontakt zur Kunst- und Kulturprominenz seiner Zeit. Pablo Picasso, Gertrude Stein, Jean Cocteau, Fernand Léger und Marcel Duchamp sind nur einige der schillernden Namen, mit denen er Umgang pflegte. «Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann» – das berühmte Bonmot des Künstlers steht exemplarisch für die Begeisterung und den Schwung, die in seiner Kunst spür- und erlebbar sind.
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Catalogue
Art Moderne et Contemporain
4058 Basel - Suisse
29/09/2021
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0041 61 312 32 00