Lot 339
PIENE, OTTO
1928 Laasphe/Westfalen
"Kreisel". 1957/82. Mischtechnik auf SCHOELLERSHAMMER 4G dick (Trockenstempel). 73 x 102cm.
Signiert und datiert unten rechts: piene(eingekreist) 57/82. Betitelt unten links. Rahmen.
Provenienz:
Privatsammlung Rheinland
"Den endgültigen Bruch mit dem Tachismus und Informel markieren Pienes im Sommer 1957 entwickelte Rasterbilder, bei denen die Farbe nicht mehr von Hand aufgetragen, sondern durch ein Raster aufgesiebt wird. Im Gegensatz zu den gleichzeitigen Experimenten von Pienes Ateliernachbar Hajo Bleckert mit perforierten Radiorückwänden stanzt Piene die Löcher selbst von Hand mit Locheisen in seine Rastersiebe.
Die Idee zur Verwendung des Rasters als Mittel der Malerei entsteht, als er von seinem Freund Walter Kirschbaum gebeten wird, kunsthandwerkliche Lampen herzustellen und für die Lampenkästen perforierte Bleche zu verwenden. Zum Malen legt Piene das Raster auf die Leinwand und drückt die Ölfarbe mit Spachteln durch das Raster.
Die leicht unterschiedlichen Licht- und Schatteneffekte, die durch die mittels dieses Verfahrens entstehenden plastischen Erhebungen auf der monochromen Farbfläche erzeugt werden, lassen ein vibrierendes Flimmern entstehen, welches das Bild rhythmisch dynamisiert und in Schwingung versetzt. Bewusst wählt der Künstler vor allem Lichtfarben wie Gold, Gelb, Weiß oder Silber für seine Rasterbilder, die keinen Tiefenraum entstehen lassen.
Die Gemälde werden für Piene auf diese Weise zu einem "Schwingungsfeld, zur Erscheinung reiner Energie und damit letztendlich zu einer Bestätigung des Lebendigen". (Ziegler, Phillip: Otto Piene - Energiefelder, Nürnberg 2013, S. 32).
PIENE, OTTO
1928 Laasphe/Westphalia
"Kreisel". Spintop. 1957/82. Mixed media on SCHOELLERSHAMMER 4G thick (blind stamp). 73 x 102 cm.
Signed and dated lower right: piene (encircled) 57/82. Titled bottom left. Framed.
Provenance:
Private collection, Rhineland.
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Dessins, aquarelles et pastels
À propos de la vente