Lot 325
RICHTER, GERHARD 1932 Dresden Titel: Ohne Titel (28.4.08). Datierung: 2008. Technik: Lack über Farboffset auf Katalogseite. Montierung: (29,5 x 21cm) Auf Karton montiert (41,5 x 38,5cm). Bezeichnung: Datiert und signiert. auf dem Karton unterhalb des Blattes Mitte rechts28.4.08 - Richter. Vom Künstler auf der Rahmenrückwand datiert: 28.4.08Rahmen: Rahmen. Zustand: Im Rahmen beschrieben. Die Arbeit ist auf der offiziellen Internetseite des Künstlers unter der Rubrik "Öl auf Papier" aufgeführt (www.Gerhard Richter.com). Wir danken Herrn Dr. Elger, Gerhard-Richter-Archiv Dresden, für die Bestätigung der Authentizität Bereits seit den 1960er Jahren experimentiert Richter mit der Idee, Bilder zu schaffen, in denen der Zufall eine entscheidende gestalterische Rolle annimmt. Zwar gibt Richter durch die Farb- und Materialwahl, sowie das Format der Arbeit, gewisse Parameter vor, in welchen sich der Zufall bewegen kann, das Endresultat ist aber nur sehr bedingt steuerbar. So sucht Richter zunächst die Farben aus und trägt diese auf flächigem Untergrund auf. Dabei interagieren die Öl- und Lackfarben auf unterschiedlichste Art und Weise miteinander. Zusätzlich greift Richter auch selbst mit Spachtel und anderen Werkzeugen in die, in diesem Stadium maßgeblich vom Zufall geprägte, Bildkomposition ein. Die - teils zufälligen und teils planvollen - Verwirbelungen der Farbe fängt Richter nun detailgenau ein, indem er den Status Quo abdruckt. Dazu legt er das gewünschte Trägermaterial, in der uns vorliegenden Arbeit eine Katalogseite, auf die Farbe und ist so in der Lage der unbeständigen Momentaufnahme aus reiner Farbe eine persistente Form zu verleihen. Bei der Abnahme der Farbe bleiben kleine Lücken zurück, welche Einsicht auf das zugrundeliegende Trägermaterial eröffnen. Sich überlagernde und teilweise fließend ineinander übergehende Farbflächen gewähren Einblicke und dienen als indirekte Verweise auf das Herstellungsverfahren Richters, denn dem Betrachter wird schnell deutlich, dass der Zufall als Komponente aktiv in den Schöpfungsprozess einbezogen wurde. Damit erhebt Richter den Entstehungsprozess seiner Arbeiten zu einem Teil der Bilderfahrung. Mit dieser einzigartigen Technik löst sich Richter von den traditionell vorgegebenen Dogmen der Malerei. Mit nunmehr fast einem halben Jahrhundert künstlerischer Erfahrung demontiert Richter etablierte Sehgewohnheiten und avanciert so zu einem der bedeutendsten internationalen Künstler des Jahrhunderts. Gerhard Richter Deutschland Abstraktion Kapitalistischer Realismus Neuer Realismus Nachkriegskunst Unikate RICHTER, GERHARD 1932 Dresden Title: Untitled (28.4.08). Date: 2008. Techinque: Lacquering over coloured offset on catalogue page. Mounting: (29,5 x 21cm) mounted on card (41,5 x 38,5cm). Notation: Dated and signed. on the card beneath the sheet centre right28.4.08 - Richter. Dated by the artist on the back of the stretcher: 28.4.08Frame: Framed. Condition: Not examined out of frame. The work is listed on the artist's official webpage in the column "Öl auf Papier" (www.Gerhard Richter.com). We thank Mr. Dr. Elger, Gerhard-Richter-Archiv Dresden, for confirming the authenticity Since the 1960s experiments Richter with the idea of creating works in which coincedence plays a crucial role. Even though Richter pre-determines parameters such as choice of colour and material, as well as format the result is only parially controllable. Thus, Richter choses first the colours and applys tham onto a flat surface. Here he incorporates oil and lacquering paints in different ways. Additionally, he works with palette knife and other materials. Richter captures this partially random, partially planned wirling of the paint with all its details by making a status quo print. For this he lays the desired carrrier, here a catalogue page, onto the paint and is thus the carrier for the snapshot, only the paint creating the forms. When taking off the carrier small gaps remain in the paint which allows insight onto the carrier. They partially overlap and partially bleed into each other's colourd spaces and acts as indirect references for Richter's creation process. The viewer realises quickly that coincidence played an active part of the creation process. Therfore, Richter partially incorporates visual experience the creation porcess of his works. Richter frees himself from the traditional dogma of painting with this unique technique. With alsomst hafl a century of artistic experience Richter demonstrates established viewing habits and is promoted to one of the most meaningful international artist of the century. Gerhard Richter Germany Abstraction Capitalistic Realism New Realism Post-War Art Contemporary Art
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26/09/2020
Proposé par Van Ham
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