Lot 525
Wohl Zdenek Sýkora Linie Nr. 28 Öl auf Leinwand. 150,5 x 150,5 cm. Rückseitig auf der Leinwand signiert und datiert 'Sýkora 85' sowie auf dem Keilrahmen signiert, datiert und betitelt 'Zdenek Sýkora, Nr. 28, 1985' sowie mit Maßangaben und Atelierstempel. - Mit Atelier- und leichten Altersspuren sowie die Ränder stellenweise mit fachmännischen Retuschen. Die vorliegende Arbeit ist im Archiv Lenka Sýkorová und Zdenek Sýkora, Louny, registriert. Provenienz Sammlung Anne-Marie und Herbert Grönebaum, Bayern; Privatsammlung, Bayern Ausstellungen Esslingen 1989 (Galerie der Stadt Esslingen), Tschechische Malerei heute Brünn 1988 (Dum umení mesta Brna/The Brno House of Arts), Prag 1988 (Konzert- und Ausstellungssaal der OKD), Zdenek Sýkora, Ausst.Kat.Nr.72 Bottrop 1986 (Quadrat Bottrop, Josef Albers Museum), Zdenek Sýkora, Retrospektive, Ausst.Kat.Nr.42 „Nach der Fertigstellung eines Bildes trennen sich die Linien von mir. Ich betrachte das Bild wie eine neue unbekannte Landschaft. Ich denke dabei an nichts, ich folge den Linien und überprüfe sie mit den Augen. Ich suche keine anderen Bedeutungen. Manchmal finde ich ein Echo meiner existenziellen Empfindungen: Die Unfaßbarkeit der Welt, die Unendlichkeit und die Unklarheit über das was meine Existenz bedeutet. Keine Gewißheit! Was bleibt? Nichts als Lebensfreude.“ (Zdenek Sýkora, Über die Linienbilder von Zdenek Sýkora, Interview: Vítek Capek und Zdenek Sýkora, in: Stadt Bottrop (Hg.), Zdenek Sýkora, Retrospektive, Ausst.Kat. Quadrat Bottrop, Josef Albers Museum, Bottrop 1986, o.S.) Die vorliegende Arbeit „Linie Nr. 28“ - eines der frühen Gemälde aus der Werkgruppe der Linienbilder - vereint verschiedene Aspekte, die das Oeuvre Sýkoras besonders in den 1980er Jahren kennzeichnen. Hierzu gehört die variierende Länge und Breite der sich über das gesamte Bildfeld schlängelnden Linien. Indem sie stellenweise über die Grenzen der Leinwand hinaus verlaufen und durch Überlagerungen eine besondere Tiefenwirkung evozieren, ist Sýkoras oben zitierte Empfindung von „Unendlichkeit“ für den Betrachter eindrücklich nachvollziehbar. Auch die Verwendung von Kreisformen, wie hier ein schwarzer im mittleren und ein hellblauer im unteren Bildfeld, finden sich seit Anfang der 1980er Jahre in zahlreichen Bildern. Sie verweisen bereits auf den gegen Ende des Jahrzehnts entstehenden „Flecken“-Zyklus, in dem Sýkora die scharfen Konturen der Kreise aufweicht und diese Flecken zum bildbestimmenden Element werden lässt. Probably Zdenek Sýkora Linie Nr. 28 Oil on canvas. 150.5 x 150.5 cm. Verso on canvas signed and dated 'Sýkora 85', the stretcher signed, dated and titled 'Zdenek Sýkora, Nr. 28, 1985' and with dimensions and studio stamp. - Traces of studio and minor traces of age as well as some minor professional retouches to margins. The present work is registered in the Archiv Lenka Sýkorová und Zdenek Sýkora, Louny. Provenance Sammlung Anne-Marie and Herbert Grönebaum, Bavaria; private collection, Bavaria Exhibitions Esslingen 1989 (Galerie der Stadt Esslingen), Tschechische Malerei heute Brünn 1988 (Dum umení mesta Brna/The Brno House of Arts), Prag 1988 (Konzert- und Ausstellungssaal der OKD), Zdenek Sýkora, exh.cat.no.72 Bottrop 1986 (Quadrat Bottrop, Josef Albers Museum), Zdenek Sýkora, Retrospektive, exh.cat.no.42 „The Lines detach themselves from me once I am finished. I view them as a new, unknown landscape. I do not think about anything. I watch them and think about them just with my eyes. I do not look for any other meanings… Sometimes I find an echo of my existential feelings: the ungraspable nature of the world, the lack of clarity that defines human existence, the infiniteness. No certainty! So what remains? Nothing but the joy of living.” (Zdenek Sýkora, Vítek Capek, An interview with Zdenek Sýkora, in: Lenka Sýkorová (ed.), Zdenek Sýkora, Interviews, Prague 2009, p.92) The present work ‚Lines No. 28' - an early painting from the group of line-based pictures - unites various key aspects of Sýkora's oeuvre of the 1980s, including the variable lengths and widths of the lines which snake themselves across the entire picture surface. With the lines at times extending over the boundaries of the canvas, combined with a particular depth evoked by their layering, Sýkora's quoted sentiment of 'infiniteness' is clearly comprehensible for the viewer. The use of circular forms, as here in black at the centre and light blue at lower left, have also been seen in numerous pictures since the early 1980s. They hint at the 'spots' series from the end of the decade, in which Sýkora softened the sharp contours of the circles and these spots became an image-defining element.
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Dessins, aquarelles et pastels
À propos de la vente
Catalogue
Art Contemporain
50667 Köln - Allemagne
30/05/2015
Proposé par Kunsthaus Lempertz
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