Lot no. 635
Adolf Erbslöh
Adolf Erbslöh
Park landscape (in spring)
Oil on canvas. (1915). C. 47 x 42 cm. Signed lower left. Signed again and titled on the reverse of the stretcher.
Laut Erbslöhs Aufzeichnungen wurde das Gemälde im Herbst 1915 nach einem Motiv aus Augsburg gemalt. Hier dient der Künstler ab August im Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 1. Die Nähe zu München ermöglicht es ihm, auch weiterhin eingeschränkt in seinem Atelier in der bayerischen Hauptstadt zu arbeiten. Dort entsteht auch das vorliegende Gemälde. Der Künstler knüpft an ein Bildmotiv an, das ihn schon vor dem Ersten Weltkrieg beschäftigte. Zu sehen ist eine Parklandschaft mit dicht gruppierten Bäumen ohne Himmelszone, hinter denen Gebäude, wie von der Natur überwuchert, durchscheinen. Wie zuvor verwendet Erbslöh wenige Grundfarben und beschränkt sich hauptsächlich auf intensive Grün-, Braun- und Blautöne, hier gegen ein zartes Rosa abgesetzt. Diese Parklandschaft erscheint auf den ersten Blick als eine ins frische Licht getauchte Idylle. Doch die nervösen Pinselstriche lassen die Bäume unruhig vibrieren. Die tief stehende Sonne erleuchtet das Blattgrün in konzentrischen Kreisen hinter dem sattgrünen Laubwerk. Die kleine, in hellen Tönen wiedergegebene Figur mit markantem Schirm im Vordergrund verstärkt das Gefühl der mächtigen, fast übermächtigen Natur. Hier erreicht Erbslöh eine kompakte, formal vereinfachte und farblich kraftvolle Bildwirkung, die seine enge Verbundenheit mit der Natur und sein Naturgefühl zum Ausdruck bringen.
Salmen/Billeter 1915/8.
May Hess; Marga Linzen, Madrid; durch Erbfolge an Privatbesitz, München; Karl & Faber, 29.5.2009, Los 1023; Privatbesitz, Bayern.
Adolf Erbslöh
Parklandschaft („im Frühling“)
Öl auf Leinwand. (1915). Ca. 47 x 42 cm. Signiert unten links. Verso auf dem Keilrahmen nochmals signiert und betitelt.
Laut Erbslöhs Aufzeichnungen wurde das Gemälde im Herbst 1915 nach einem Motiv aus Augsburg gemalt. Hier dient der Künstler ab August im Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 1. Die Nähe zu München ermöglicht es ihm, auch weiterhin eingeschränkt in seinem Atelier in der bayerischen Hauptstadt zu arbeiten. Dort entsteht auch das vorliegende Gemälde. Der Künstler knüpft an ein Bildmotiv an, das ihn schon vor dem Ersten Weltkrieg beschäftigte. Zu sehen ist eine Parklandschaft mit dicht gruppierten Bäumen ohne Himmelszone, hinter denen Gebäude, wie von der Natur überwuchert, durchscheinen. Wie zuvor verwendet Erbslöh wenige Grundfarben und beschränkt sich hauptsächlich auf intensive Grün-, Braun- und Blautöne, hier gegen ein zartes Rosa abgesetzt. Diese Parklandschaft erscheint auf den ersten Blick als eine ins frische Licht getauchte Idylle. Doch die nervösen Pinselstriche lassen die Bäume unruhig vibrieren. Die tief stehende Sonne erleuchtet das Blattgrün in konzentrischen Kreisen hinter dem sattgrünen Laubwerk. Die kleine, in hellen Tönen wiedergegebene Figur mit markantem Schirm im Vordergrund verstärkt das Gefühl der mächtigen, fast übermächtigen Natur. Hier erreicht Erbslöh eine kompakte, formal vereinfachte und farblich kraftvolle Bildwirkung, die seine enge Verbundenheit mit der Natur und sein Naturgefühl zum Ausdruck bringen.
Salmen/Billeter 1915/8.
May Hess; Marga Linzen, Madrid; durch Erbfolge an Privatbesitz, München; Karl & Faber, 29.5.2009, Los 1023; Privatbesitz, Bayern.
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29.75 % buyer's premium on the hammer price
(27.37 % on the part of the hammer price exceeding 100,000 EUR)
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