Lot no. 1534
Carl Spitzweg Romantische Landschaft / Bretonische Landschaft Öl auf Malkarton. 47,5 x 53 cm. Rückseite mit Nachlassstempel.. Provenienz Prof. Fr. J. Meder, München. - Dessen Versteigerung Hugo Helbing, München 11.6.1912, Nr. 151, Abb. 38. - Schweizerische Privatsammlung / Dauerleihgabe im Kunstmuseum St. Gallen. Ausstellungen Glaspalast München: Bayerische Kunst 1800-1850, 1906, Nr. 620a. - Kunstverein München: Gedächtnis-Ausstellung, Juni 1908, Nr. 29 mit dem Titel "Landschaft aus der Bretagne", aus der Sammlung Prof. Fr. J. Meder. Literatur H. Uhde-Bernays: Carl Spitzweg. Des Meisters Leben und Werk, 5. Aufl. 1919, Abb. 109. - G. Roennefahrt: Carl Spitzweg. Beschreibendes Verzeichnis seiner Gemälde, Ölstudien und Aquarelle, 1960, Nr. 630. - S. Wichmann: Carl Spitzweg, Baum- und Waldstudien der Frühzeit, 1993, S. 44ff. - S. Wichmann: Carl Spitzweg. Verzeichnis der Werke, 2002, S. 136, Nr. 87. Carl Spitzweg reiste Ende 1850/51 mit seinem Freund Eduard Schleich nach Frankreich, wo ihnen insbesondere die Künstler der Schule von Barbizon interessierten. Eine gewisse Anregung durch deren Natur- und Landschaftsauffassung ist auf diesem Gemälde durchaus zu beobachten. Das könnte auch der Grund für den früheren Bildtitel „Bretonische Landschaft“ sein, den erst Wichmann in seinem Werkverzeichnis fallengelassen hat. Er fand nämlich eine verwandte Skizze, die 1849 auf einer Reise durch Franken entstanden war. Allerdings datiert Wichmann die Entstehung des Gemäldes selbst erst 1851/52, also während der Pariser Zeit oder unmittelbar danach. Zweifellos gebührt dieser fast quadratischen und perfekt ausbalancierten Komposition, die durch ihre Fernsicht in der zentralen Bildachse besticht, unter den frühen Werken Spitzwegs eine herausragende Stellung. Der flackernde Farbauftrag, den der Autodidakt Spitzweg im Laufe der Jahre weiter entwickeln und verfeinern wird, ist nämlich hier schon im Keim erkennbar. Carl Spitzweg Romantic Landscape / Breton Landscape Oil on card. 47.5 x 53 cm. With estate stamp to the reverse.. Provenance Prof. Fr. J. Meder, Munich. - This sale, Hugo Helbing, Munich 11.6.1912, no. 151, illus. 38. - Private collection, Switzerland / on permanent loan to the Kunstmuseum St. Gallen. Exhibitions Glaspalast München: Bayerische Kunst 1800-1850, 1906, no. 620a. - Kunstverein München: Gedächtnis-Ausstellung, June 1908, no. 29 entitled "Landschaft aus der Bretagne", from the collection of Prof. Fr. J. Meder. Literature H. Uhde-Bernays; Carl Spitzweg. Des Meisters Leben und Werk, 5th ed. 1919, illus. 109. - G. Roennefahrt: Carl Spitzweg. Beschreibendes Verzeichnis seiner Gemälde, Ölstudien und Aquarelle, 1960, no. 630. - S. Wichmann: Carl Spitzweg, Baum- und Waldstudien der Frühzeit, 1993, p. 44 ff. - S. Wichmann: Carl Spitzweg. Verzeichnis der Werke, 2002. p. 136, no. 87. Carl Spitzweg travelled to France with his friend Eduard Schleich in late 1850/1851. They were particularly interested in the work of the Barbizon School, and certain traces of their influence can be discerned in the present work. This could be the reason the piece was first entitled “Bretonische Landschaft” (Breton Landscape) in Wichmann's catalogue raisonné. He found a study relating to this work, which was made on a sojourn to Franconia in 1849. However, he dates the work to the Paris period of 1851/52 or slightly after. This perfectly balanced, almost square composition depicting a wide panorama in central perspective is arguably among the finest of Spitzweg's early works. The piece already displays first indications of the flickering style of brushwork which the artist was to develop independently in the following years.
Pictures credits: Contact organization
Drawings, watercolours and pastels
About the sale
Catalog
Art du 19ème siècle
Prague - Czech Republic
11/19/2016
Offered by Kunsthaus Lempertz
+49-(0)221-925729-0