Lot no. 41
Christian Rohlfs (Niendorf 1849 – 1938 Hagen)
„Rosen und Nelken“. 1925
Tempera auf Leinwand. 76,5 × 101 cm ( 30 ⅛ × 39 ¾ in.). Unten rechts monogrammiert und datiert: CR 25. Auf dem Keilrahmen mit schwarzer Farbe signiert und bezeichnet: Nelken u. Rosen [!] Chr Rohlfs Hagen W. Ebenda zwei Aufkleber der Galerie Ferdinand Möller, Köln, und je ein Etikett der Galerie Commeter, Hamburg, und der Dom Galerie Köln (zur Ausstellung 1966, s.u.).
Vogt 705.–
Craquelé. [3587]
Provenienz: Sammlung Ferdinand Möller, Berlin – Köln / Maria Möller-Garny, Köln / Privatsammlung, Hessen
Ausstellung: Große Kunstausstellung Düsseldorf, 1925, Kat.-Nr. 83 / Deutscher Künstlerbund. Hannover, Kunstverein, 1928, Kat.-Nr. 280 / Christian Rohlfs. Duisburg, Museumsverein, o. J. (1929), Kat.-Nr. 37 / Christian Rohlfs. Kiel, Kunsthalle, 1930, Kat.-Nr. 20 / Dresden, Allgemeine Deutsche Kunstausstellung, 1946 (dort 1935 datiert) / Die alten Meister der modernen Kunst in Deutschland. Blätter der Galerie F. Möller, Köln, 1951/52, Heft 1/2, Kat.-Nr. 51 / Sammlung Ferdinand Möller. Gedächtnisausstellung zum 10. Todestag. Köln, Dom Galerie, 1966, ohne Kat.-Nr., m. Abb
Im Schaffen von Christian Rohlfs spielten Stillleben lange Zeit nur eine untergeordnete Rolle. Dies änderte sich erst, als der Maler 1901 von dem jungen Sammler und Museumsgründer Karl Ernst Osthaus nach Hagen eingeladen wurde. Dort konnte Rohlfs nicht nur in dem Atelier arbeiten, das ihm Osthaus im Museum Folkwang zur Verfügung stellte. Er lernte bei dem Mäzen auch die Gemälde Vincent van Goghs kennen. Sie beeindruckten den Künstler so tief, dass er begann, selbst Stillleben zu malen. Vor allem Blumenstillleben widmete Rohlfs nun große Aufmerksamkeit. Parallel dazu entwickelte er ein starkes Interesse an der Tempera-Malerei. Damit legte er den Grundstein für sein unverkennbares Alterswerk, das uns heute so typisch erscheint. Das Gemälde „Rosen und Nelken“ ist ein hervorragendes Beispiel aus dieser späten Phase: Formatfüllend hat der Maler die Blumen vor uns ausgebreitet, auf eine Staffelung der Komposition in die Tiefe verzichtete er fast ganz. Auch die Blumen sind kaum noch als solche zu erkennen. Rohlfs ist 75 Jahre alt, als er dieses Bild malt, doch voll jugendlicher Frische und Lust am Experiment. Er verwebt das Rot, Gelb und Grün zu einem Farb-teppich, auf dem jede dieser Farben eine neue Qualität und Eigenständigkeit entfaltet. Auf der Leinwand verweisen lediglich nahezu abstrakte rote und zartgelbe Ballungen auf deren Ursprung, die Blüten und Stängel der Blumen. Dabei legte der Künstler offensichtlich großen Wert darauf, die Arbeit nicht in einen expressiven Farbrausch zu verwandeln. Es geht eine meditative Ruhe von diesem Bild aus: eine Einladung zur kontemplativen Versenkung in die Sinnlichkeit der Farbmaterie. OH
* Bedeutendes Beispiel für die eigenständige Bildsprache des Künstlers
* Eines der seltenen Blumenstillleben in Tempera auf Leinwand
Christian Rohlfs (Niendorf 1849 – 1938 Hagen)
“Rosen und Nelken“. 1925
Tempera on canvas. 76,5 × 101 cm ( 30 ⅛ × 39 ¾ in.). Monogrammed and dated lower right: CR 25. Signed and inscribed on the stretcher with black paint: Nelken u. Rosen [!] Chr Rohlfs Hagen W. Same place two labels of Galerie Ferdinand Möller, Cologne, and labels of Galerie Commeter, Hamburg, and the Dom Galerie Cologne (exhibition 1966, see below).
Vogt 705.–
Craquelure. [3587]
Provenienz: Collection Ferdinand Möller, Berlin – Cologne / Maria Möller-Garny, Cologne / Private Collection, Hesse
Ausstellung: Große Kunstausstellung Düsseldorf, 1925, cat. no. 83 / Deutscher Künstlerbund. Hanover, Kunstverein, 1928, cat. no. 280 / Christian Rohlfs. Duisburg, Museumsverein, no year (1929), cat. no. 37 / Christian Rohlfs. Kiel, Kunsthalle, 1930, cat. no. 20 / Dresden, Allgemeine Deutsche Kunstausstellung, 1946 (there dated 1935) / Die alten Meister der modernen Kunst in Deutschland. Blätter der Galerie F. Möller, Cologne, 1951/52, issue 1/2, cat. no. 51 / Sammlung Ferdinand Möller. Gedächtnisausstellung zum 10. Todestag. Cologne, Dom Galerie, 1966, no cat. no., w. ill
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