Lot no. 216
Georg Kolbe Kauernde Bronzeplastik. Höhe 23,5 cm. Auf der mitgegossenen Bronzeplinthe (10 x 10,2 cm) hinten rechts monogrammiert 'GK' (ligiert) sowie seitlich am Plinthenrand mit dem Giesserstempel "H. NOACK BERLIN" versehen. Einer von insgesamt 30 bekannten Güssen. - Mit schwarzbrauner, leicht glänzender Patina. Berger 31 Wir danken Ursel Berger, Berlin, für ergänzende Hinweise. Provenienz Aus dem Familienbesitz des Künstlers erworben; Privatbesitz Süddeutschland Literatur Wilhelm Valentiner, Georg Kolbe. Plastik und Zeichnungen, München 1922, S. 46 mit Abb. Tafel 23; Ursel Berger, Georg Kolbe - Leben und Werk, mit dem Katalog der Kolbe-Plastiken im Georg-Kolbe-Museum, Berlin 1990, S. 238 f. mit Abb. Die 1917 geschaffene "Kauernde" wurde 1919 von dem Berliner Galeristen Ferdinand Möller in einer Auflage von 15 Exemplaren verlegt und vermutlich im gleichen Jahr zusammen mit weiteren Werken Kolbes, Scheibes und Marcks' bei Möller ausgestellt. Aufgrund der großen Beliebtheit der Bronze entschied sich Kolbe für eine zweite Auflage, von der aber dann nur 3 Exemplare (1940) gegossen wurden. Mit Kolbes Einverständnis wurden ca. 13 weitere Bronzen posthum ausgeführt. „Die ‚Kauernde' zeichnet sich durch einen nahezu symmetrischen Aufbau von großer Klarheit aus. Arme und Unterschenkel stehen im rechten Winkel zueinander und bilden ein auf die Spitze gestelltes Quadrat. Dennoch wirkt die Figur nicht konstruiert; durch den nach hinten geworfenen Kopf mit den geschlossenen Augen und dem gespannten Gesichtsausdruck vermittelt sie einen für Kolbes Werke typischen Stimmungsgehalt.“ (Ursel Berger, Georg Kolbe - Leben und Werk, Berlin 1990, S. 239) Sechs Jahre später schuf Kolbe als Pendant zur "Kauernden" die "Sitzende" (Berger 55), die jedoch im Gegensatz zum natürlichen Liebreiz der "Kauernden" stilisierte und, für seine expressionistische Phase typisch, abstrahierte Formen aufweist. Georg Kolbe Kauernde Bronze. Height 23.5 cm. Monogrammed 'GK' (joined) to the reverse of the integral plinth (10 x 10,2 cm), with foundy stamp "H. NOACK BERLIN" to the edge of the plinth. One of 30 known casts. - With a dark brown, slightly shiny patina. Berger 31 We would like to thank Ursel Berger, Berlin, for additional information. Provenance Purchased from the artist's family; Private possession, South Germany Literature Wilhelm Valentiner, Georg Kolbe. Plastik und Zeichnungen, Munich 1922, p. 46 with illus. plate 23; Ursel Berger, Georg Kolbe - Leben und Werk, mit dem Katalog der Kolbe-Plastiken im Georg-Kolbe-Museum, Berlin 1990, p. 238 f. with illus. The bronze “Kauernde“ was conceived in 1917, cast in an edition of 15 by the Berlin art dealer Ferdinand Möller in 1919 and probably also exhibited along with sculptures by Kolbe, Scheibe and Marcks in Möller's gallery in the same year. Due to the extreme popularity of the bronze, Kolbe decided upon a further edition, of which only 3 examples were cast during his lifetime (1940), with a further 13 being made with his permission following his death. “The 'Kauernde' is characterised by a clear and almost symmetrical composition. The arms and calves are set at right angles to one another, forming a balancing square, but despite this the figure does not appear inorganic or constructed. The tilted back head, closed eyes and relaxed features show the typical mood of Kolbe's works.” (Ursel Berger, Georg Kolbe - Leben und Werk, Berlin 1990, p. 239). Kolbe created a pendant to this work six years later, entitled “Sitzende” (Berger 55), however as opposed to the naturalistic charm of the present crouching figure, this later piece displays the stylised, abstract forms typical of his Expressionist phase.
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Sculpture and bronzes
About the sale
Catalog
Art Moderne
1000 Bruxelles - Belgium
11/28/2014
Offered by Kunsthaus Lempertz
+49-(0)221-925729-0