Lot no. 156
Giovanni Giacometti 1868–1933
Capolago um 1917
Öl auf Leinwand
unten rechts monogrammiert GG.
rückseitig signiert und bezeichnet Giovni Maloja
72,5 x 81,5 cm
Privatsammlung, Schweiz
Giovanni Giacometti, Artistes fribourgeois, Bern, Kunsthalle, 25.9.–24.10.1920, mit Abb.
Paul Müller und Viola Radlach, Giovanni Giacometti, Werkkatalog der Gemälde, Zürich, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, 1997, Bd. II, Nr. 1917.21, S. 429, mit Abb.
Registro dei quadri di Giovanni Giacometti, Heft 2, S. 32, Nr. 361.
Der Betrachter erhascht einen Blick auf die überwältigende Natur des Oberengadins, wo Giovanni Giacometti viele seiner schönsten Ansichten gemalt halt. Die Verbundenheit zur Landschaft drückt sich in der Schlichtheit des Bildaufbaus aus. In Capolago zeigt sich einmal mehr, wie Giacometti mit Farbe als Ausdrucksmittel umging. Das Bild besticht insbesondere durch die Wahl der besonders kräftigen Farben. Der Berg im Hintergrund wurde in rötlichen Brauntönen mit orangen Farbflecken dargestellt, die langgezogenen Schatten der einfachen Häuser in einem dunklen Petrol gewählt. Im Himmelblau lassen die weissen Wolken noch immer den Pinselstrich erkennen, wodurch der physische Prozess des Malens noch einmal wunderbar nachvollziehbar wird.
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