Lot no. 13
Gotthardt Kuehl "Augustusbrücke - Dresden". Um 1895- 1898.
Öl auf sehr kräftiger Malpappe. Signiert "Gotthardt Kuehl" sowie betitelt u.re. Verso in Graphit von fremder Hand bezeichnet und nummeriert. In einer profilierten Holzleiste mit partieller Echtsilberauflage gerahmt.
Nicht im WVZ Neidhardt.
Mit einem Gutachten von Frau Dr. Uta Neidhardt, Dresden, vom 12.02.2015.
Provenienz: Süddeutscher, vormals Dresdner Privatbesitz, aus der Sammlung des Druckereibesitzers Ernst Mayer.
Vgl. dazu motivisch:
G. Kuehl "Die Augustusbrücke zu Dresden im Schnee". 1895/1900. Öl auf Leinwand, 75,5 x 110 cm. (Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister, Gal.-Nr. 2324).
Sowie:
G. Kuehl "Die Augustusbrücke im Winter". Um 1899. Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm (Städtische Galerie Dresden, Inv.-Nr. 1978/k 112).
Weitere Versionen dieses von G. Kuehl in seinen letzten 20 Schaffensjahren mehr als 50 mal in verschiedenen Techniken wiederholten Motivs sind vertreten in der Kunsthalle Bremen, Kunsthalle Kiel, Nationalmuseum Berlin, Museum der bildenden Künste Leipzig, Kunstsammlungen Chemnitz und Ostdeutsche Galerie Regensburg.
Auszug aus dem Gutachten:
"[...] Kuehl dokumentierte die Barockstadt am Fluss aus jenem Blickwinkel, der duch seine Werke Berühmtheit erlangt hat. Mit unverändert großem Interesse schilderte er über Jahre das Brückenmotiv, das er von seinem Arbeitsplatz in der Kunstakademie täglich vor Augen hatte, in den wechselnden Stimmungen der Jahreszeiten und des Lichts. In typisch impressionistischer Sichtweise reizte es ihn, das Panorama in seiner jeweils völlig verwandelten Erscheinung immer wieder mit Ölfarbe oder Pastellkreide festzuhalten. Im vorliegenden Gemälde dokumentierte Kuehl die Atmosphäre eines milden Wintertags. Der Schnee auf der Terrasse und am Ufer scheint bereits zu tauen, während sich an den Brückenpfeilern in der Flussmitte Eisschollen aufgetürmt haben. Trotz des verhangenen Himmels lässt das Tageslicht die teils schneebedeckten Dächer der Bauten am Ufer hell aufleuchten. Der feine, mitunter flüchtige Duktus, der die Konturen der Dinge verwischt und an ihren Grenzen ineinander verfließen lässt, steigert den Eindruck des Rauchig -Verschwommenen, der für die Dresdener Elbniederung charakteristisch ist.
Die wiederholte Darstellung eines Motivs bei unterschiedlichem Wetter und gewandelter Stimmung hatte in der Malerei des französischen Impressionismus bereits Tradition, als sich Kuehl mit der Gruppe seiner Augustusbrücken-Ansichten diesem Thema zuwandte. Kuehl näherte sich der Auffassung seiner französischen Vorläufer auch in stilistischer Hinsicht an, jedoch sind seine Werke der frühen Dresdener Jahre von größerer Nüchternheit, kompositorischer Ausgewogenheit und Gründlichkeit.".
Firnis angegilbt und partiell mit oberflächlichen Bereibungen. Malschicht in den Bereichen mit lasierendem Farbauftrag, insbesondere im Bereich des Himmels und des Wassers mit vertikalem Krakelee.
Maße: 48,5 x 80,5 cm, Ra. 62 x 94,5 cm.
Gotthardt Kuehl
1850 Lübeck 1915 Dresden
1867 nahm Kuehl sein Studium an der Kunstakademie in Dresden bei Joh. Bähr und K. Schurig auf. Im Jahre 1870 wechselte er an die Akademie der Bildenden Künste nach München. Von 187889 lebte er in Paris und ließ sich im Sinne des französischen Impressionismus beeinflussen. Studienreisen nach Italien und Holland folgten. Die dabei geknüpfte Bekanntschaft mit Max Liebermann prägten Kuehls künstlerisches Schaffen zudem nachhaltig. 1892 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Münchner Sezession. 1893 kehrte er nach Dresden zurück und wurde dort 1895 Professor an der Kunstakademie. 1902 war er beteiligt an der Gründung der Künstlervereinigung "Elbier".
Gotthardt Kuehl "Augustusbrücke - Dresden". Um 1895- 1898.
Oil painting auf sehr kräftiger Malpappe. Signiert "Gotthardt Kuehl" sowie betitelt u.re. Verso in Graphit von fremder Hand bezeichnet und nummeriert. In einer profilierten Holzleiste mit partieller Echtsilberauflage gerahmt.
Nicht im WVZ Neidhardt.
Mit einem Gutachten von Frau Dr. Uta Neidhardt, Dresden, vom 12.02.2015.
Provenienz: Süddeutscher, vormals Dresdner Privatbesitz, aus der Sammlung des Druckereibesitzers Ernst Mayer.
Vgl. dazu motivisch:
G. Kuehl "Die Augustusbrücke zu Dresden im Schnee". 1895/1900. Öl auf Leinwand, 75,5 x 110 cm. (Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister, Gal.-Nr. 2324).
Sowie:
G. Kuehl "Die Augustusbrücke im Winter". Um 1899. Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm (Städtische Galerie Dresden, Inv.-Nr. 1978/k 112).
Weitere Versionen dieses von G. Kuehl in seinen letzten 20 Schaffensjahren mehr als 50 mal in verschiedenen Techniken wiederholten Motivs sind vertreten in der Kunsthalle Bremen, Kunsthalle Kiel, Nationalmuseum Berlin, Museum der bildenden Künste Leipzig, Kunstsammlungen Chemnitz und Ostdeutsche Galerie Regensburg.
Auszug aus dem Gutachten:
"[...] Kuehl dokumentierte die Barockstadt am Fluss aus jenem Blickwinkel, der duch seine Werke Berühmtheit erlangt hat. Mit unverändert großem Interesse schilderte er über Jahre das Brückenmotiv, das er von seinem Arbeitsplatz in der Kunstakademie täglich vor Augen hatte, in den wechselnden Stimmungen der Jahreszeiten und des Lichts. In typisch impressionistischer Sichtweise reizte es ihn, das Panorama in seiner jeweils völlig verwandelten Erscheinung immer wieder mit Ölfarbe oder Pastellkreide festzuhalten. Im vorliegenden Gemälde dokumentierte Kuehl die Atmosphäre eines milden Wintertags. Der Schnee auf der Terrasse und am Ufer scheint bereits zu tauen, während sich an den Brückenpfeilern in der Flussmitte Eisschollen aufgetürmt haben. Trotz des verhangenen Himmels lässt das Tageslicht die teils schneebedeckten Dächer der Bauten am Ufer hell aufleuchten. Der feine, mitunter flüchtige Duktus, der die Konturen der Dinge verwischt und an ihren Grenzen ineinander verfließen lässt, steigert den Eindruck des Rauchig -Verschwommenen, der für die Dresdener Elbniederung charakteristisch ist.
Die wiederholte Darstellung eines Motivs bei unterschiedlichem Wetter und gewandelter Stimmung hatte in der Malerei des französischen Impressionismus bereits Tradition, als sich Kuehl mit der Gruppe seiner Augustusbrücken-Ansichten diesem Thema zuwandte. Kuehl näherte sich der Auffassung seiner französischen Vorläufer auch in stilistischer Hinsicht an, jedoch sind seine Werke der frühen Dresdener Jahre von größerer Nüchternheit, kompositorischer Ausgewogenheit und Gründlichkeit.".
size: 48,5 x 80,5 cm, Ra. 62 x 94,5 cm.
Reserve Price :
15000
Pictures credits: Contact organization
Drawings, watercolours and pastels
About the sale
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