Lot no. 779
Günther Förg (Füssen 1952 – 2013 Freiburg)
OHNE TITEL. 1992
Acryl auf Holz. 200 x 170 cm ( 78 ¾ x 66 ⅞ in.). Rückseitig mit Faserstift in Schwarz bezeichnet, signiert und datiert: 60/92 Förg 92.
[3195]
Provenienz: Firmensammlung, Deutschland
Zu Beginn der 90er Jahre arbeitete Günther Förg an einer Serie von Strukturbildern, die sich nach und nach zu der berühmten Serie der Gitterbilder herauskristallisierte. Aus einfachen übereinanderliegenden, verschieden farbigen Linien und Streifen formte Förg Räume und Ebenen, die sich im Laufe der Zeit immer mehr verdichteten und zu Gittern aufbauten. Grundlage dieser Gitter sind Hintergrundstrukturen von späten Bildern Edvard Munchs, die Förg – wie schon vor ihm Jasper Johns oder auch Georg Baselitz – zweckentfremdete und die ausgemalten Hintergründe Munchs zu eigenen Bildern komponierte und variierte.
Der Höhepunkt der Gitterbilder war in der groß angelegten Ausstellung Förgs im Stedelijk Museum Amsterdam 1995 zu sehen. Der große Ehrensaal am Ende der Treppe war ausschließlich den Gitterbildern gewidmet und gipfelte in 5 Riesenformaten an der Stirnwand mit jeweils über 4 Meter Länge. Gegenüber wurden – quasi als Fundament und Ursprung der Entwicklung – die frühen ersten Schritte gezeigt – darunter auch unser Gemälde. Sie ist somit als Beginn dieser berühmten Serie zu verstehen. (MN)
Wir danken Michael Neff, Estate Günther Förg, für freundliche Hinweise.
Günther Förg (Füssen 1952 – 2013 Freiburg)
UNTITLED. 1992
Acrylic on wood. 200 x 170 cm ( 78 ¾ x 66 ⅞ in.). On the reverse inscribed, signed and dated in black felt-tip pen: 60/92 Förg 92.
[3195]
Provenienz: Corporate collection, Germany
We would like to thank Michael Neff, Estate Günther Förg, for kindly providing additional information.
Pictures credits: Contact organization
Drawings, watercolours and pastels
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