Lot no. 680
Hann Trier (Düsseldorf-Kaiserswerth 1915 – 1999 Castiglione della Pescaia) „El Cauce“. 1960 Öl auf Leinwand. 97 × 146 cm ( 38 ¼ × 57 ½ in.). Unten rechts monogrammiert und datiert: hT 60. Rückseitig oben links mit Pinsel in Schwarz signiert und betitelt: htrier EL CAUCE. Gerlach-Laxner 272.– [3141] Provenienz: Fernando Martínez-Sanabria, Bogotá / Privatsammlung, Berlin Ausstellung: Arte actual alemán. Pintura absoluta, escultura abstracta, arte figurativo de hoy. Bogotá, Galerie Buchholz, 1960, Kat.-Nr. 122 / Arte actual alemán. Pintura absoluta, escultura abstracta, arte figurativo de hoy. Ausst. des Dt. Künstlerbundes. Buenos Aires, Montevideo, Santiago and Valparaiso, 1962, Kat.-Nr. 273 Literatur und Abbildung: Auktion: Catálogo 02. Joyas, monedas y libros. Artes decorativas y muebles. Pintura antigua y del siglo XIX. Arte moderno y contemporáneo. Bogotá, Lefebre & Mesa subastas, 15.3.2017, Nr. 161, m. Abb In Hann Triers Bildern der Jahre um 1960 geht es bewegt zu, was sich auch in ihren Titeln ausrückt – es gibt Wirbel, deren lateinische Variante Vortex, Drehungen, Schwingen, Strömungen. Alles ist „im Fluss“, auch dies ein Titel für mehrere Bilder aus dem Jahr 1959. „El Cauce“ nun thematisiert das, was unter der Bewegung liegt, das Flussbett nämlich, das durch den Druck des Wassers sowohl geformt wird, wie es ihm gleichzeitig erst die Möglichkeit seiner strömenden Existenz bietet. Und tatsächlich vermeinen wir uns beim Betrachten des Gemäldes auf den Untergrund zuzubewegen, der durch die vom Wasser verursachte Lichtbrechung eine irrende Existenz vorgaukelt. Sind es zwei helle Steine auf dem Grund, die links oben und rechts unten den Lauf der Fluten etwas hemmen, in kleine Strudel umlenken und zwingen, sich einen anderen Weg zu bahnen? Ist die Netzstruktur, die auf der Oberfläche zu liegen scheint, als Ansammlung von Lichtreflexen zu lesen, die im Taumel des Wassers mal hier, mal dort aufscheinen? Eine strikte gegenständliche Lesart ist sicherlich nicht intendiert, aber der mit dem Titel gegebene Verweis auf ein Flussbett hebt dieses Gemälde doch über die Bilder mit eher allgemein zu verstehenden Bezeichnungen hinaus. Es scheint, als habe der Maler einen Hinweis gegeben, sich einmal in die Betrachtung eines realen Flussbettes zu versenken, um so zu verstehen, was informelle Maler antreibt, wenn sie einer Gestik vertrauen, die sich nicht als Aus uss einer Kopfgeburt äußert, sondern zumindest unterbewusst aus Erinnerungen an Erscheinungen der äußeren Welt schöpft. MS Hann Trier (Düsseldorf-Kaiserswerth 1915 – 1999 Castiglione della Pescaia) „El Cauce“. 1960 Oil on canvas. 97 × 146 cm ( 38 ¼ × 57 ½ in.). Monogrammed and dated lower right: hT 60. Signed and titled with brush in black on the reverse upper left: htrier EL CAUCE. Gerlach-Laxner 272.– [3141] Provenienz: Fernando Martínez-Sanabria, Bogotá / Private Collection, Berlin Ausstellung: Arte actual alemán. Pintura absoluta, escultura abstracta, arte figurativo de hoy. Bogotá, Galerie Buchholz, 1960, cat. no. 122 / Arte actual alemán. Pintura absoluta, escultura abstracta, arte figurativo de hoy. Exhibition of Deutscher Künstlerbund. Buenos Aires, Montevideo, Santiago and Valparaiso, 1962, cat. no. 273 Literatur und Abbildung: Auction: Catálogo 02. Joyas, monedas y libros. Artes decorativas y muebles. Pintura antigua y del siglo XIX. Arte moderno y contemporáneo. Bogotá, Lefebre & Mesa subastas, 15.3.2017, no. 161, ill
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05/31/2019
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