Lot no. 21
Hermann Max Pechstein (Zwickau 1881 – 1955 Berlin) „Morgenrot“. 1919 Öl auf Leinwand. 69,5 × 80,5 cm ( 27 ⅜ × 31 ¾ in.). Unten links monogrammiert und datiert: HMP 1919. Rückseitig in Schwarz betitelt: Morgenrot. Soika 1919/86 (dort als „verschollen“ bezeichnet und betitelt „Heimkehrende Kühe abends“ [sic!]).– [3569] Provenienz: Galerie Gurlitt, Berlin (bis 1923 in Kommission) / Max Matheus, Berlin / Kurt Matheus, Berlin/Buffalo (NY) / Privatsammlung, USA (durch Erbschaft) Als Max Pechstein mit Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Otto Mueller der Künstlergruppe Brücke angehörte, war ihr Malstil zeitweise ausgesprochen ähnlich. 1919, zu dem Zeitpunkt, als Pechsteins Gemälde „Morgenrot“ entstand, hatte er sich davon allerdings längst künstlerisch emanzipiert. Nur an ausgewählten Stellen, beispielsweise für die Umrandung der Hauswände und Dächer, verwendete Pechstein in unserem Gemälde die Brücke-typischen schwarzen Umrisslinien. Wo er auf diese verzichtete, treffen die Farbflächen direkt aufeinander, wodurch sie sich in ihrer Leuchtkraft potenzieren und gleichsam um die Aufmerksamkeit des Betrachters konkurrieren. Besonders spektakulär sind die Kontraste im kristallinen Himmel, wo Pechstein das Vergehen der Nacht und das Anbrechen des Tages in ein hartes, kantiges Nebeneinander von nuanciertem Blau und hellen Rottönen fasste. Ein Jahr nach Ende des Ersten Weltkrieges fand Pechstein in Nidden zu einer fundamentalen Naturverbundenheit zurück. Das Gemälde spiegelt die stille Würde des Ortes, aber auch das In-sich-Ruhen des Malers, der in der friedvollen Intimität der Farbstimmung eine neu erwachte Zuversicht in das Leben und die Zukunft zum Ausdruck bringt. KH * Bedeutendes Landschaftsbild des Künstlers in leuchtenden Farben * Jahrzehntelang in einer amerikanischen Privatsammlung Hermann Max Pechstein (Zwickau 1881 – 1955 Berlin) “Morgenrot“. 1919 Oil on canvas. 69,5 × 80,5 cm ( 27 ⅜ × 31 ¾ in.). Monogrammed and dated lower left: HMP 1919. Titled on the reverse in black: Morgenrot. Soika 1919/86 (there registered as “lost“ and titled „Heimkehrende Kühe abends“ [sic!]).– [3569] Provenienz: Galerie Gurlitt, Berlin (on commission until 1923) / Max Matheus, Berlin / Kurt Matheus, Berlin/Buffalo (NY) / Private Collection, USA (by descent) . - - - 30.00 % buyer's premium on the hammer price 7.00 % pre-paid importation VAT on the hammer price, only reclaimable in case of export to a country outside the EU VAT margin scheme, VAT included, but not indicated and not reclaimable
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10719 Berlin - Germany
11/28/2019
Offered by Grisebach
0049 30 885 915 0