Lot no. 41
Moïse Kisling (Krakau 1891 – 1953 Sanary-sur-Mer)
„Bouquet de fleurs variées“. Um 1926
Öl auf Leinwand. 100 × 73 cm ( 39 ⅜ × 28 ¾ in.). Unten links signiert: Kisling.
Das Gemälde wird aufgenommen in den Band IV und Nachtrag zu Band I, II und III des Werkverzeichnisses der Werke Moïse Kislings von Jean Kisling und Marc Ottavi (in Vorbereitung).–
Mit einem Echtheitszertifikat von Marc Ottavi, Paris, mit Zustimmung von Jean Kisling, Comité Kisling-Modigliani, Paris, vom 5. April 2017. [3546]
Provenienz: Privatsammlung, Brandenburg
Als Moïse Kisling 1910 im Alter von 19 Jahren nach Paris kam, wurde er Teil der Pariser Kunstszene, der „École de Paris“, in der zu jener Zeit die Richtungen des Kubismus und Fauvismus vorherrschten. Wie die meisten der zugewanderten Maler und Bildhauer, darunter zahlreiche osteuropäische Künstler, zog Kisling in den Stadtteil Montmartre, wo er sich dem Kreis der Künstler um das Atelierhaus „Bateau Lavoir“ anschloss. Eine besonders enge Freundschaft verband ihn mit dem Italiener Amedeo Modigliani. Dessen 1915 entstandenes Porträt Moïse Kislings (Mailand, Pinoteca di Brera) zeigt bei aller Stilisierung den offenen, zugewandten Charakter des jungen polnischen Malers. Tatsächlich war Kisling für seine Geselligkeit und großzügige Gastfreundschaft bekannt. Das Atelier, das er 1913 in der Rue Joseph-Bara in Montparnasse bezog, wurde zum Treffpunkt eines großen Freundeskreises, zu dem unter anderem Pablo Picasso, Chaim Soutine, André Salmon, Blaise Cendrars und Max Jacob gehörten.
Nach dem Ersten Weltkrieg findet Kisling zu einem Stil, der der Neuen Sachlichkeit nahekommt. Es entstehen lyrische, intime Porträts und Aktdarstellungen mit einer Tendenz zur Melancholie, während die lebensbejahende Persönlichkeit des Künstlers vor allem in seinen üppigen Blumenmotiven zum Ausdruck kommt – in prachtvollen Bouquets von barocker Fülle und kraftvoller Intensität. Fantasievoll arrangiert der Maler die vielfältigen Formen und Farben, porträtiert mit größter Präzision die eleganten Lilien und aufspringenden Tulpenblüten, die versteckten kleinen Kornblumen und die wie Funken sprühenden Blüten der gelben Mimose. Sorgfältig sind die verschiedenen Charaktere der Pflanzen zusammengeführt, kostbar leuchtend wie Emaille, in einem ebenso poetischen wie verführerischen Arrangement. SCH
Moïse Kisling (Kraków 1891 – 1953 Sanary-sur-Mer)
„Bouquet de fleurs variées“. Circa 1926
Oil on canvas. 100 × 73 cm ( 39 ⅜ × 28 ¾ in.). Signed lower left: Kisling.
The painting will be included in volume IV, and in the addenda to volumes I, II and III of the catalogue raisonné of the works of Moïse Kislings by Jean Kisling and Marc Ottavi (in preparation).–
With a certificate of authenticity from Marc Ottavi, Paris, with agreement of Jean Kisling, Comité Kisling-Modigliani, Paris, dated 5 April 2017. [3546]
Provenienz: Private collection, Brandenburg
Pictures credits: Contact organization
Drawings, watercolours and pastels
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