Lot no. 641
Museale Meissen Tabatiere mit Hoeroldt-Chinoiserien Oval gedrückter, leicht ausschwingender Korpus. Passig aufgewölbter Scharnierdeckel. Allseitig der Wandungen und auf dem Deckel goldornamentierte, von eisenrotem und purpurfarbenem Laubwerk gerahmte Vierpassreserven mit Lüsterfond (sog. Böttgerlüster). Darin und vollflächig im Deckel szenische Darstellung von Chinesen, Pfeife rauchend und bei der Teezeremonie in blühender Gartenlandschaft. Auf dem Boden Indianische Blüten. Äußerst feine polychrome Malerei mit Goldstaffage. Minim. wohl herstellungbed. Spannungsriss. im Innenboden Schwertermarke. H. 4 cm. 5,5 cm x 4 cm. Diese Tabatiere wurde in einer Reihe bedeutender Museen ausgestellt und in der Standardliteratur publiziert: Sie wurde gezeigt im Rijksmuseum Amsterdam von 1972 bis 2003, im Bowes Museum, Barnard Castle, Co. Durham von 2008 bis 2010 und zuletzt im Summerset House London, Gilbert Collection, von 2008 bis 2023. Bei Beaucamp-Markowsky, Porzellandosen des 18. Jhs., München. 1985 ist die Dose (als Leihgabe an das Rijksmuseum) unter der Abb. 11 gezeigt sowie in einer weiteren Publikation der Autorin vertreten. Dieselbe Dose, vgl. Beaucamp-Markowsky, Kat. Porzellandosen, Nr. 11.; Beaucamp-Markowsky, Collection of 18th century Porcelain Boxes, No. 4. A rare porcelain snuff box finely painted with chinoiserie scenes. Exhibited in important museums and published in specialist books. Probably production-related crack. Crossed swords mark. Meissen. Um 1725 - 1730.
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Antique art and decorative objects
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04/24/2026
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