Lot no. 3475
NICOLA DE MARIA
(Foglianese 1954–lives and work in Turin)
Regno dei Fiori. 1983/84.
Pencil, pastel and oil crayon, acrylic resin and gesso on canvas.
Signed twice, titled and dated on the reverse: REGNO DEI FIORI nicolas de maria nicolas de maria 1983 1984, as well as titled, dated, with various inscriptions and numberings on the stretcher: REGNO DEI FIORI 1983-4.
180 × 130 cm.
Provenance:
- Galleria Giorgio Persano, Turin.
- Private collection, Switzerland, acquired at the above gallery in 1984.
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NICOLA DE MARIA
(Foglianese 1954–lebt und arbeitet in Turin)
Regno dei Fiori. 1983/84.
Bleistift, Pastell- und Ölkreide, Acrylharz und Gesso auf Leinwand.
Verso signiert, betitelt und datiert: REGNO DEI FIORI nicolas de maria nicolas de maria 1983 1984, sowie auf dem Keilrahmen betitelt, datiert, mit diversen Bezeichnungen und Nummerierungen: REGNO DEI FIORI 1983-4.
180 × 130 cm.
Provenienz:
- Galleria Giorgio Persano, Turin.
- Privatsammlung Schweiz, in obiger Galerie 1984 erworben.
Nicola De Maria zählt zu den Hauptvertretern der italienischen Transavanguardia, die Ende der 1970er-Jahre entsteht. Im Unterschied zu seinen Weggefährten Francesco Clemente, Enzo Cucchi, Sandro Chia und Mimmo Paladino konzentriert er sich auf die reine Abstraktion.
Nach einem abgeschlossenen Medizinstudium entschliesst sich De Maria als Autodidakt eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen. Zunächst der Fotografie zugewandt, entstehen ab 1975 erste Zeichnungen auf kleinen Papierformaten – anfangs in Bleistift, später in Pastell, schliesslich in Aquarell und Öl. Der frühe Erfolg ebnet den Weg für seine endgültige Hinwendung zur Malerei als bevorzugtes Ausdrucksmittel. 1977 realisiert der Italiener erste Wandgemälde unter Verwendung der Freskotechnik alter Meister. Schon früh entwickelt De Maria eine eigenständige Bildsprache, die von spiritueller Tiefe und lyrischer Konzentration geprägt ist.
Die vorliegenden Werke stammen aus seiner frühen Schaffensphase. Ihre matte, pastellige Farbigkeit steht in deutlichem Kontrast zur intensiven Leuchtkraft späterer Arbeiten. Charakteristisch ist die Wahl poetischer Titel, die als Schlüssel zu seiner inneren Bildwelt dient, in der Malerei und Poesie eng miteinander verbunden sind.
In "Gli Dei" (Die Götter) von 1982/83 (Los 3474) reduziert der Maler die Bildsprache auf das Wesentliche: Eine nahezu monochrome Fläche, durchzogen von zwei rätselhaften Zeichen – "EA" und "A". Die sanfte Oberfläche lädt zur stillen Reflexion ein. Dieses Werk ist exemplarisch für seine Frühphase, in der Farbe als subtile Spur erscheint.
Im Gegensatz dazu entfaltet "Regno dei Fiori" (Reich der Blumen) von 1983/84 (Los 3475) eine fein strukturierte schwebende Komposition. Vertikale und horizontale Spuren, lineare Andeutungen und feine Farbpartikel formen eine abstrakte florale Bildwelt. Das Gemälde gehört zu einer Werkgruppe, in der De Maria Kindheitserinnerungen an die Berge seiner Heimat Foglianise verarbeitet – jenen Ort, in dem er bis zu seinem zwölften Lebensjahr lebt.
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