Lot no. 143
Ophey, Walter
1882 Eupen - 1930 Düsseldorf
Parklandschaft mit Bank. Ca. 1911/12. Oil on canvas. 59,5 x 53,5cm. Signed lower right: WOPHEY (ligated initials). Craftman's frame.
Provenance:
- Private collection Rhineland
Exhibitions:
- Museum Kunstpalast, Düsseldorf 2018/19
Literature:
- Museum Kunstpalast Düsseldorf (ed.): Walter Ophey. Farbe Bekennen!, Cologne 2018, p. 92 and 193, ill.
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Walter Ophey
Germany
Rhenish Expressionism
19th Century Paintings
Modern Art
1910s
Landscape
Painting
Oil
Trees
Ophey, Walter
1882 Eupen - 1930 Düsseldorf
Parklandschaft mit Bank. Um 1911/12. Öl auf Leinwand. 59,5 x 53,5cm. Signiert unten rechts: WOPHEY (Initialen ligiert). Modellrahmen.
Provenienz:
- Privatsammlung Rheinland
Ausstellungen:
- Museum Kunstpalast, Düsseldorf 2018/19
Literatur:
- Museum Kunstpalast Düsseldorf (Hrsg.): Walter Ophey. Farbe Bekennen!, Köln 2018, S. 92 und 193, Abb.
In seinem vielfältigen Schaffen setzt sich Walter Ophey mit verschiedenen Stilmitteln auseinander. Doch bindet er sich nicht an eine bestimmte Kunstströmung seiner Zeit, sondern folgt konsequent seinem eigenen Weg. Im Mittelpunkt seiner Malerei steht die Farbe, denn in ihr fühlt er sich am wohlsten. So findet er um 1911 zur reinen Farbe. Entscheidende Impulse hierfür erhält er 1910 auf einer Italienreise, bei der ihn das mediterrane Licht fasziniert, sowie von den Werken der Fauvisten und der "Brücke"-Künstler, die er im selben Jahr auf der Sonderbund-Ausstellung in Düsseldorf sieht. Losgelöst vom Gegenstand beginnt er nun, seine wohl durchdachten, flächig angelegten Kompositionen mittels starken, expressiv gesteigerten Farben zu gestalten. Auf diese Weise macht er das Verhältnis der Farben zueinander und die entstehende Spannung durch Kontraste zum eigentlichen Bildthema. Im Streben nach einem unverfälschten Ausdruck geht es ihm, anders als den Expressionisten, nicht um die Darstellung innerer Zustände und Empfindungen, sondern stets um die Schilderung der reizvollen Farberscheinung und des intensiven Erlebens der Dingwelt. Angeregt von der realen Welt erschafft Ophey im Akt des Malens ganz neue, fantasievolle Bildwelten.
So auch in den Parklandschaften, das bevorzugte Thema des Malers zwischen 1911 und 1913, für das unser Gemälde ein wunderbares Beispiel ist. Ophey zeigt uns hier den Blick auf eine lichtdurchflutete, herbstliche Landschaft: Zugunsten des Farbgeschehens verwendet er kaum Formen, die auf die Natur oder Landschaft verweisen. Mit kurzen Pinselzügen gibt er das Flirren des Lichts und das Spiel von Licht und Schatten wieder, das er durch den Komplementärkontrast von Blau und Orange expressiv steigert. Nicht nur durch diese Gegenüberstellung erreicht er die bildimmanente Dynamik. Er verstärkt sie noch, indem er dem horizontalen Strichgefüge ein vertikales entgegensetzt, wodurch er der Komposition zugleich Halt gibt. Treten wir näher heran, wirkt der Farbauftrag wie abstrakte Malerei. Hier wird deutlich, dass der Maler die Natur nicht wirklichkeitsgetreu abbilden möchte, sondern dass er aus der Farbe heraus ein formal genau ausgearbeitetes Bild erschafft. In diesem gestaltet er eine ganz eigene Welt, die uns wie eine Fantasie- oder Traumlandschaft erscheint. Eingebettet in diese ist eine menschliche Gestalt auf einer Bank sitzend - ein Motiv, das wir in anderen Parklandschaften nicht finden. Sie lädt uns zum Verweilen und zum Eintauchen in das Farbenschauspiel ein.
Informationen zur Eggers Collection:
<a href="https://www.van-ham.com/fileadmin/infos/Informationen_zur_Eggers-Collection.pdf" target="_blank">Informationen zu der Eggers Collection</a>.
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Walter Ophey
Deutschland
Rheinischer Expressionismus
Sonderbund
Klassische Moderne
Unikate
1910er
Landschaft
Gemälde
Öl
Bäume
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