Lot no. 788
Ordensstern "Nunquam Retrorsum" des St. Georgs-Orden des Königsreichs Hannover, verliehen von 1839 bis 1903
Silber, teilw. 14 ct. Gelbgold, polychromes Email. Der zum St.-Georgs-Ordenskreuz gehörige Ordensstern ist aus acht brillantierten Strahlenbündeln, mit zentralem Medaillon, darin Ordensdevise NUNQUAM RETRORSUM (Niemals zurück) über szenischer Darstellung des Heiligen Georg zu Pferde im Kampf mit dem Drachen. D. 7,5 cm. Gew. ca. 51,34 g.
Der St. Georgs-Orden erster Klasse, wurde als höchster Hausorden des Königreichs Hannover am 23. April 1839 durch König Ernst August I. von Hannover zum Ende der Personalunion der Königshäuser von Großbritannien und Hannover gestiftet. Verliehen wurde er für vorzügliche, ausgezeichnete Verdienste um das Königreich Hannover und als Zeichen der ganz besonderen königlichen Huld. Der Wahlspruch des Ordens war "Nunquam retrorsum" und heißt "Niemals zurück", dessen Großmeister des Ordens war der König selbst. Die Zahl der Ritter des St.-Georgs-Ordens war auf 16 beschränkt; sie waren zugleich Träger des Großkreuzes des Guelphen-Ordens, dazu zählten u. a. Graf Carl von Alten, Fürst von Sayn-Wittgenstein, Fürst Metternich, Graf von Radetzky, Fürst Windisch-Grätz und der Fürst von Bentheim. Nach der Annexion durch Preußen wurde das Weitertragen des Ordens genehmigt, 1903 erhielt der Herzog von Braunschweig-Lüneburg als Letzter die Ritterwürde.
Vgl. hierzu: J. Nimmergut, Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945, Bd. 1, 1999. Arnhard Graf Klenau: Orden in Deutschland und Österreich. Band II: Deutsche Staaten (1806-1918). Teil I: Anhalt-Hannover. Offenbach 2008, ISBN 3-937064-13-3, S. 186-193. Maximilian Gritzner: Handbuch der Ritter- und Verdienstorden aller Kulturstaaten der Welt, Leipzig 1893.
Order of St. George (Hanover) silver and 14 k gold star.
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