Lot no. 479
Oskar Schlemmer (Stuttgart 1888 – 1943 Baden-Baden) „Profilkopf in Fleckformen“. Um 1930 Aquarell und Tuschpinsel auf Karton. 27,8 × 22 cm ( 11 × 8 ⅝ in.). von Maur A 402.– Mit einer Einfassungslinie des Künstlers in Bleistift (20,5 x 18,5 cm). [3299] Provenienz: Nachlass des Künstlers / Gunther und Christel Thiem, Stuttgart (wohl 1973 von Tut Schlemmer erworben) / Privatsammlung, Baden-Württemberg Ausstellung: Oskar Schlemmer Sonderausstellung. Köln, Galerie Ferdinand Möller; Duisburg, Städtisches Kunstmuseum, im Rathaus, und Bochum, Städtische Kunstausstellungen, im Rathaus, 1952/53, Kat.-Nr. 90 / Oskar Schlemmer. Gedächtnisausstellung zum zehnjährigen Todestag. Stuttgart, Württembergischer Kunstverein, 1953, Kat.-Nr. 231 / Schlemmer. Gemälde, Aquarelle. Köln, Galerie Aenne Abels, 1957, Liste Nr. 30 / Oskar Schlemmer. Gemälde, Aquarelle, Graphik. Mannheim, Galerie Inge Ahlers, 1957, Kat.-Nr. 27 / Oskar Schlemmer. Handzeichnungen und Aquarelle. Hannover, Kestner-Gesellschaft; Mannheim, Städtische Kunsthalle; Saarbrücken, Saarland-Museum; Ulm, Ulmer Museum; Wiesbaden, Nassauischer Kunstverein; Karlsruhe, Badischer Kunstverein; Dortmund, Museum am Ostwall; Kiel, Schleswig-Holsteinischer Kunstverein, in der Kunsthalle; Pforzheim, Kunst- und Gewerbeverein Industriehaus; Lübeck, Overbeck-Gesellschaft, und Bremen, Kunstverein, 1960/61, Kat.-Nr. 48 / Willi Baumeister [...], Oskar Schlemmer, Hermann Stenner. Aarau, Aargauer Kunsthaus, 1964, Kat.-Nr. 495 / Oskar Schlemmer. Aquarelle, Zeichnungen. Emden, Kulturring der Stadt Emden, Rathaus am Delft, 1966, Kat.-Nr. 23(?) Literatur und Abbildung: Hans Hildebrandt (Hg.): Oskar Schlemmer. München, Prestel Verlag, 1952, Kat.-Nr. 612 (datiert „1928“) / Gunther Thiem: Dank an Künstler, zum 80. Geburtstag am 19. Dezember 1997. München–Berlin, Deutscher Kunstverlag, 1997, S. 65–70 (Oskar Schlemmer), hier ganzseitige Farbabbildung S. 69 „Oder sind Fortschritt (Erweiterung) und Selbstverwirk-lichung (Vertiefung) wirklich zwei verschiedene Richtungen, die sich praktisch ausschließen, als nicht gleichzeitig möglich?“ (Oskar Schlemmer, 1921) Die Reformbewegungen um 1900 beeinflussten viele Künstler, so auch Oskar Schlemmer. Allerdings misstraute er ihrem Totalitätsanspruch. Er suchte nach einem Ausgleich zwischen dem „Zurück zur Natur“ und den Ideen von technischem Fortschritt, dessen Erfindungen und einem Leben in der modernen Großstadt. Eine Synthese all dessen konnte nur im Gesamtkunstwerk gelingen. Seine Malerei wurde ihm so zum Sammelpunkt jener Vorstellungen, die Schlemmer als Bildhauer, Tänzer, Bühnenbildner, Kostümgestalter und Regisseur entwickelt hatte. Naturgemäß stand dabei der Mensch im Mittelpunkt. Beim Streben nach geistiger Erneuerung fand er einen Anknüpfungspunkt in der Innerlichkeit und Mystik der deutschen Romantik. Um das „Metaphysische“ sichtbar zu machen, erdachte Schlemmer eine ganz eigene Bildgestalt des Menschen, die nicht mehr Individuum war, sondern Typus. Bei unserem Bild „Profilkopf in Fleckformen“ tritt der Kopf langsam aus ungefährem Dunkel des Hintergrunds hervor. Das klassisch-griechische Profil mit der geraden Stirn und Nase verleiht der Figur Strenge und Ernsthaftigkeit. Zu Beginn der dreißiger Jahre experimentierte Schlemmer mit verschiedenen Abstraktionstechniken. So existieren „Köpfe“ in Vertikalstreifen und in „farbiger Karierung“. Hier setzt der Maler golden anmutende Flecken ein, um Akzente zu setzen. In der blauschwarzen Grundstimmung erhält das Gesicht so etwas Durchscheinendes und Transzendentes. OH Oskar Schlemmer (Stuttgart 1888 – 1943 Baden-Baden) „Profilkopf in Fleckformen“. Circa 1930 Watercolour and brush and India ink on cardboard. 27,8 × 22 cm ( 11 × 8 ⅝ in.). von Maur A 402.– With a border line in pencil by the artist (20,5 x 18,5 cm). [3299] Provenienz: Estate of the artist / Gunther and Christel Thiem, Stuttgart (presumably acquired in 1973 from Tut Schlemmer) / Private collection, Baden-Wuerttemberg Ausstellung: Oskar Schlemmer Sonderausstellung. Cologne, Galerie Ferdinand Möller; Duisburg, Städtisches Kunstmuseum, at the Rathaus, and Bochum, Städtische Kunstausstellungen, at the Rathaus, 1952/53, cat. no. 90 / Oskar Schlemmer. Gedächtnisausstellung zum zehnjährigen Todestag. Stuttgart, Württembergischer Kunstverein, 1953, cat. no. 231 / Schlemmer. Gemälde, Aquarelle. Cologne, Galerie Aenne Abels, 1957, list no. 30 / Oskar Schlemmer. Gemälde, Aquarelle, Graphik. Mannheim, Galerie Inge Ahlers, 1957, cat. no. 27 / Oskar Schlemmer. Handzeichnungen und Aquarelle. Hanover, Kestner-Gesellschaft; Mannheim, Städtische Kunsthalle; Saarbrücken, Saarland-Museum; Ulm, Ulmer Museum; Wiesbaden, Nassauischer Kunstverein; Karlsruhe, Badischer Kunstverein; Dortmund, Museum am Ostwall; Kiel, Schleswig-Holsteinischer Kunstverein, at the Kunsthalle; Pforzheim, Kunst- und Gewerbeverein Industriehaus; Lübeck, Overbeck-Gesellschaft, and Bremen, Kunstverein, 1960/61, cat. no. 48 / Willi Baumeister [...], Oskar Schlemmer, Hermann Stenner. Aarau, Aargauer Kunsthaus, 1964, cat. no. 495 / Oskar Schlemmer. Aquarelle, Zeichnungen. Emden, Kulturring der Stadt Emden, Rathaus am Delft, 1966, cat. no. 23(?) Literatur und Abbildung: Hans Hildebrandt (ed.): Oskar Schlemmer. Munich, Prestel Verlag, 1952, cat. no. 612 (dated „1928“) / Gunther Thiem: Dank an Künstler, zum 80. Geburtstag am 19. December 1997. München–Berlin, Deutscher Kunstverlag, 1997, p. 65-70 (Oskar Schlemmer), here full-page colour ill. p. 69
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Art Moderne
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12/02/2016
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