Lot no. 841
Paar monumentale Prunkdeckelvasen
sog. Münchner Vase. Ovoider Korpus mit gerundeter Schulter und geschweiftem Hals auf hochgezogenem Rundfuß.
Übergreifender, gestufter Deckel mit vergoldetem Pinienknauf, umlaufend goldstaffierter Fries aus aufgelegtem Akanthusrelief.
Unterhalb der Schulter gekantete, leicht gebogte Henkel. Seegrüner Fond mit unterschiedlich großen Reserven.
Auf dem Rundfuß hochovale Reserven, gefüllt mit farbigem Blumengebinde.
Beidseitig der Wandung sowie auf dem Hals goldradierte Rahmungen mit farbigen Reiterdarstellungen.
Mehrfigurige Szenen beim Ausritt mit Hunden, große Jagdgesellschaft beim Warten auf das Anblasen zur Jagd bzw. eine Figurengruppe bei der Falkenjagd sowie geselliges Beisammensein nach erfolgter Jagd. Figurenreiche Darstellung vor einem Feldlager, ein Reiter wird mit einem Willkommenstrunk vor einer Schänke empfangen.
Feine polychrome Malerei teilw. nach Philips Wouwerman. Maler-Sign. EF.; Rest.; Reiche, ornamentierte, vergoldete Bronzemontierung.
Eine Vase mit Zepter- und KPM-Marke in Unterglasurblau. H. 125 cm. in der Königlichen Porzellanmanufaktur sind drei unterschiedliche Typen von Vasen verwandt worden.
Zu diesen Formenkreis zählt die sog. Münchner Vase.
Die Prachtstücke, die durch Größe, aufgewendete Arbeit, kostbare Farben und Vergoldung sowie die hohen Kosten, die die schwierige technische Herstellung verursachte, für private Besteller kaum erschwinglich waren, gingen meist als Geschenke an befreundete Fürsten.
So bekam 1832 und 1833 der Kaiser von Rußland mehrere Münchner Vasen. (Zitat).
Vgl. Köllmann/Jarchow, Bd. I, S. 82 ff.
KPM-Berlin. 1837 - 1844.
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Ceramics, pottery and earthenware
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