Lot no. 2829
Renée Sintenis (1888 Glatz - 1965 Berlin) "Galoppierendes Fohlen". Originaltitel Bronze, in nuancierten gold- bis dunkelbraunen Tönen patiniert, 1928. Unter einem Huf monogr. „R S“. Heller Steinsockel. Wvz. Berger/Ladwig Nr. 103, Buhlmann Nr. 138. Dynamische Darstellung im Bewegungsmoment mit der in großen Wellen geschilderten Mähne und der lebendigen Modellierung. Aufmerksam beobachtete Tierdarstellung der Künstlerin, die als passionierte Reiterin eine besondere Vorliebe für Pferde besaß. Im Oeuvre der vor allem durch ihre Tierplastiken bekannten, modernen Bildhauerin nehmen Pferde, Fohlen und Ponys als Motiv eine bedeutende Stellung ein. Schon mit ihren ersten plastischen Arbeiten hatte Sintenis ab 1913 große Erfolge, sie beteiligte sich an Ausstellungen der Berliner Secession und Freien Secession; ihr wichtigster Galerist war 1920 - 1933 Alfred Flechtheim. 1931 wurde sie als erste Bildhauerin Mitglied der Berliner Akademie der Künste. In der Zeit des Nationalsozialismus musste die Bildhauerin als verfemte Künstlerin nicht nur finanzielle Einschränkungen erleben, Werke wurden aus öffentlichen Sammlungen entfernt und sie selbst 1934 wegen ihrer jüdischen Herkunft aus der Akademie ausgeschlossen. H. 12,2 cm. Ges.-H. 15,3 cm. Vgl. Ursel Berger/Günter Ladwig (Hrsg.): "Renée Sintenis. Das plastische Werk", mit Verzeichnis der plastischen Werke, Berlin 2013, S. 106, Nr. 103 (mit Abb.); Eine zeitgenössische Kritik: Hans Siemsen: Renée Sintenis, in: Kunst der Zeit: Zeitschrift für Kunst und Literatur, Heft Nr. 8/9, 2. 1928, S. 158. Provenienz: Original-Kaufbeleg Alex. Reid & Lefèvre Ltd., London, 25.11.1931. Patinated bronze, 1928. Signed with monogram.
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Antique art and decorative objects
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12/07/2025
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